Handwerkskammer – Aufruhr wegen kätzerischen Grußwortes


So titelte die Stuttgarter Zeitung am 23.11.2011 in seiner Ausgabe.

kätzerisch ist eine treffende mittelalterliche Aussage. Denn die Kammern mit ihren mittelalterlichen Strukturen haben sich diesbezüglich in keiner Weise in die heutige Zeit angemessen verändert. Im Gegenteil. Typisch deutsche Vereinsmeierei mit mafiösen Verhältnissen, wäre wohl der der heutigen Zeit entsprechende passende Ausdruck, der auch in die politische Landschaft passt.

Am heutigen Donnerstag Abend legte Manfred Stather in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung sein Amt als Vorsitzender des baden-wüttembergischen Handwerks ( BWHT ) nieder. Sather, der als mutiger Reformer der verkrusteten, mittelalterlichen Handwerkskammer-Organisation gilt und sich zumal für eine freiwillige Mitgliedschaft anstatt einer Zwangsmitgliedschaft ausspricht, war somit für die Kammerfunktionäre, die sich nach belieben aus den “Trögen” u. anderem der Zwangsbeiträge, bedienen, ohne jegliche Rechenschaft ablegen zu müssen, nicht mehr tragbar.

Somit zog Manfred Strather einen ehrenhaften Rückzug vor und nahm aus freien Willen Abschied von seinem Amt.

Grund des Anstoßes, Zitat aus der STUTTGARTER ZEITUNG:

Als Hindernis dafür betrachtet Stather die gegenwärtige Organisation des Handwerks, die auf zwei Säulen ruht: einerseits den Innungen undFachverbänden, andererseits den Handwerkskammern samt den Kreishandwerkerschaften. Dieser Dualismus, so sein Befund, sei „ein Relikt aus vergangener Zeit“ und habe seine „Berechtigung schon lange verloren“. Wenn das Handwerk eine starke Gemeinschaft bleiben wolle, müsse es sich von diesen „verkrusteten“ Strukturen verabschieden – und obendrein von einem alten, aber lieb gewonnenen Zopf: den „Zwangsmitgliedschaften
in Handwerkskammern“. So wie sich jeder einzelne Betrieb dem Markt stellen müsse, müssten sich KammernundInnungen künftigimWettbewerbumMitglieder bemühen.

KAMMERSPARTAKUS bedankt sich im Namen aller Zwangsmitglieder für den unermütlichen Einsatz, sich für ein Kammerwesen einzusetzen, was einer Demokratie auch würdig ist.

Ausser Manfred Sather ist KAMMERSPARTAKUS nur noch Hans-Joachim Selenz bekannt, der sich uneigennützig für Transparenz und Demokratie in diesem Lande einsetzt.

Meine aufrichtige Hochachtung!

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Umfrage: Mehrheit der Handwerker will den Kammerzwang nicht

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