Handwerkskammer auf den Spuren von Hollywood – 15.11.2009


Ein „Hollywood-Regisseur“ wird auf Kosten von Zwangsmitgliedern einer müden Handwerkskammer engagiert – was für eine fragwürdige Unternehmung für „Nachwuchswerbung“!

Michael Pramann, Tischlermeister aus Eschershausen, ist  Zwangsmitglied in der Handwerkskammer Hildesheim und hat sich in der Handwerksrolle B eingetragen. Er hat darüber hinaus entschieden, sich  F R E I W I L L I G  dem bffk (Bundesverband für freie Kammern)  anzuschließen. Und das nicht nur, um Kammermisswirtschaften publik zu machen, sondern mit dem hauptsächlichen Ziel der Abschaffung der Zwangsmitgliedschaften in allen Kammern. Darüber hinaus will er die Kammern endlich zur Transparenz bewegen und sie gleichzeitig in die Schranken weisen.

Auf der Website der Handwerkskammer Hildesheim wurde Michael Pramann auf einen Bericht des DHKT (Deutscher Handwerks-Kammer-Tag) aufmerksam – der Titel:

Image-Kampagne: Digitaler Feinschliff für den TV Spot.

Dieser handelt  von Werbung um mangelnde Nachwuchskräften im Handwerk. Diese Werbung wird vom ZDH (Zentralverband des Handwerks) organisiert und mittels Zwangsbeiträgen der teilweise unter Hartz IV liegenden Mitglieder finanziert.

Dass es im Handwerk einen Nachwuchskräftemangel gibt, will Michael Pramann nicht von der Hand weisen. Sieht  man auf den Baustellen doch vorwiegend Ü-40-Handwerker. Dies dürfte allerdings Gründe haben, die nicht in drei Sätzen zu erklären sind. Ob das jedoch eine kostspielige, verschwenderische und damit völlig sinnlose Image-Kampagne von schätzungsweise mindestens 6-stelliger Höhe auf Kosten der Zwangsmitglieder rechtfertigt, das zweifelt Michael Pramann öffentlich an.

Und dann stellt er auch gleich die Frage, ob diese „Investition“ üüüüberhaupt verhältnismäßig erscheint, da die Kammern ja auch öffentlich proklamieren, das persönliche Gespräch mit den Schülern der Abgangsklassen der Schulen zu pflegen.

Wenn allerdings ein persönliches Gespräch der Kammern  nicht überzeugt, wozu dann eigentlich noch ein sinnloser und verschwenderischer Sekunden(?)-Werbespot, der ab 2010 in Kinos und im TV erscheinen soll??

Und: Dieser Werbespot wird nicht von irgendeiner Webeagentur geschaffen. Nein. Die sogenannte postproduction wurde dem renommierten Londoner Unternehmen „The Mill“ übertragen. Außerdem übernahm der britische Regisseur Peter Thwaits die Produktion des laut Kammer „spektakulären“ Werbefilms mit bizarren Szenen am Berliner Gendarmenmarkt. An der Produktion sind ebenfalls eine Reihe von Experten beteiligt, z.B. für Spezialeffekte.

Zu „THE MILL“:
THE MILL, 1990 gegründet, unterhält auch Büros in New York und Los Angeles und gehört zu den führenden Dienstleistern im Bereich Postproduktion. Das Unternehmen hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten und war auch für die Effekte in Ridley Scotts Film  „Gladiator“ verantwortlich – dafür wurde es mit einem Oscar ausgezeichnet. Musikvideos und Werbe-Spots stehen auch auf dem Programm des Unternehmens.

Man kann sich vorstellen, dass so ein Unternehmen nicht gerade für ein Taschengeld arbeitet.

Pramann ist gespannt, ob sich der DHKT ( Deutscher Handwerks-Kammer-Tag ) bereit erklärt, die Kosten für diese abenteuerliche Unternehmung zu veröffentlichen und zu rechtfertigen. Da der Spot in Kino und TV laufen soll, kommen schließlich auch noch die Kosten für die Ausstrahlungen dazu. Was kostet doch gleich bitte eine Werbeminute durchschnittlich im TV?

LügenBetrügenTäuschen – Vertuschen

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Logo Handwerkskammer

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Handwerkskammerpräsidenten: 40.000 EURO extra als “Aufwandsentschädigung” für´s Ehrenamt kassiert  v. 08.12.2012

Niedersachsen: Handwerkskammerpräsident rechnet 7,5 Stunden Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Beerdigung eigener Sekretärin ab…   v. 12.05.2013

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Die HandwerksKammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützung und ohne Zwangsmitgliedschaft.

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