Handwerkskammer Hildesheim weiter im Fokus – 17.01.2010


Seit Monaten steht das seltsame Treiben in der Handwerkskammer Hildesheim unter verstärkter Beobachtung. Unter anderem wurde auf kammerwatch am 01.11.2009 über die berechtigten Zweifel der Legitimität des „Kammerpräsidenten“ Jürgen Herbst berichtet. Nun aber ist es endlich offiziell: Jürgen Herbst, Fleischermeister aus Einbeck,  betreibt nur noch einen Partyservice.

von Tischlermeister Michael Pramann

Liebe Mitarbeiter der Handwerkskammer Hildesheim,
guten Tag, Frau Jutta Schwarzer (Geschäftsführerin der Handwerkskammer Hildesheim),

nachdem Sie mir bzw. Herrn Kai Boeddinghaus, dem Bundesgeschäftsführer des Bundesverband für freie Kammern, die Eingangsbestätigung meines Widerspruchs gegen die Wahlen der Vollversammlungsmitglieder der Handwerkskammer Hildesheim bestätigt haben, möchte ich nochmals auf die Legitimität des „Kammerpräsidenten“ Jürgenn Herbst zurückkommen.

Da Frau Schwarzer meine Anfragen per Einschreiben und sogar per Einschreiben mit Rückschein unbeantwortet ließ und ignorierte, greife ich erneut auf meine bewährte Methode zurück und informiere alle Kammermitarbeiter mittels E-Mail-Verteiler.

Selbstverständlich ist diese Nachricht hauptsächlich an die Geschäftsführung gerichtet.

Nun ist es endlich offiziell!

Was mir Herr Matutat vom niedersächsischem Wirtschaftsministerium bereits mündlich am Telefon mitgeteilt hat, jedoch schriftlich verweigerte, habe ich nun offiziell von der Landtagsabgeordneten Sabine Tippelt (SPD)  per E-Mail  bestätigt bekommen (siehe unten):  der „Präsident“ der Handwerkskammer Hildesheim, Herr Jürgen Herbst, betreibt einen Party-Service.

Obwohl ich dies immer noch nicht glauben kann, da ich von Einbecker Freunden, Bekannten und Handwerkerkollegen bestätigt bekommen habe, dass Herr Herbst nach ihrer Beobachtung und Wahrnehmung in keinster Weise in dieser Richtung tätig ist, nehme ich diese Behauptung dennoch zunächst einmal zur Kenntnis. Oder handelt es sich hier vielleicht nur um die Anmeldung eines Scheingewerbes, um weiterhin einen „Präsidenten“-Posten besetzt halten zu dürfen?

Allerdings nehme die Handwerkskammer Hildesheim auch bitte zur Kenntnis, dass Herr Herbst folgerichtig Zwangsmitglied bei einer Industrie- und Handelskammer sein sollte.

Laut Pressemeldungen hat Herr Herbst nämlich sein traditionsreiches Fleischerei-Familienunternehmen in Einbeck zum 01.11.2008 aufgegeben. Oder lügt die Presse?

Ein Architekt, der nicht mehr als Architekt, sondern als Würstchenbudenbetreiber tätig ist, ist auch nicht länger Zwangsmitglied der Architektenkammer, sondern dann Zwangsmitglied einer IHK. Dem bffk ist ein Fall bekannt, in dem ein Mitglied der einen Kammer in eine andere Kammer  GEZWUNGEN wurde. Wird im Fall des Jürgen Herbst wieder einmal mit zweierlei Maß gemessen?

Ich fordere daher:
1. die sofortige Amtsenthebung des „Präsidenten“ Jürgen Herbst.
2. den Rücktritt der Kammer-Geschäftsführung. Insbesondere Frau Schwarzer hat mir gegenüber bis zum heutigen Tage die Wahrheit vertuscht, obwohl ich energisch um Aufklärung gebeten habe.
3. die Offenlegung der sogenannten Aufwandsentschädigungen und sonstigen versteckten Zahlungen an Herrn Herbst.
4. die Rückforderung der Zahlungen an Herrn Herbst.
5. die Annulierung sämtlicher Beschlüsse der Handwerkskammer seit dem 01.11.2008 (Geschäftsaufgabe der Fleischerei des Jürgen Herbst) und insbesondere die Beschlüsse über die (Zwangs-)Beiträge.

Ich erwarte Ihre schriftliche Antwort bis zum 02.02.2010.

Diese E-Mail geht in Kopie an das niedersächsische Wirtschaftsministerium, Herrn Matutat. Gegen Herrn Matutat strebe ich im Falle einer weiteren Verletzung seiner Aufsichtspflicht im Zusammenhang mit der Handwerkskammer Hildesheim eine Dienstaufsichtsbeschwerde an.

Von mir aus darf Herr Herbst der Handwerkskammer Hildesheim in Zukunft Würstchen liefern – Empfänge gibt es dort ja reichlich. Als „Präsident“ jedoch hat Herr Herbst ausgedient.

In diesem Sinne,
Michael Pramann
Tischlermeister
Borwelle 20
37632 Eschershausen

http://www.tischlermeister-pramann.de
Zwangsmitglied der Handwerkskammer Hildesheim
Antwort-E-Mail von Sabine Tippelt

Sehr geehrter Herr Pramann,

wie versprochen nun die Antwort zu Ihrer Frage bzgl. des Präsidenten der Handwerkskammer Hildesheim – Herrn Jürgen Herbst.

Wir können bestätigen, dass Herr Herbst einen Partyservice führt. Was seine Position als Präsident der  IHK betrifft, sollten Sie die Neuwahlen im April/Mai diesen Jahres abwarten.

Eine Möglichkeit Sie bei einer Dienstaufsichtsbeschwerde zu unterstützen ist uns leider nicht gegeben.

Wir verbleiben mit freundlichem Gruß
Sabine Tippelt (MdL)

i.A. Kerstin Twele

Abgeordnetenbüro Sabine Tippelt
Martha-Warnecke-Haus
Obere Straße 32
37603 Holzminden

Tel.: 05531-949395
Fax: 05531-10862

buero@sabine-tippelt.de

.

Beitrag der Handwerkskammer Hildesheim Siehe Haushatssatzung 2010

Grundbeitrag 180,- EURO

Umlage:
bei einem Ertrag/Gewinn bis Euro 79.000 1,06 Prozent
bei einem Ertrag/Gewinn ab Euro 79.001 0,82 Prozent

Vergleich IHK-Hannover
IHK-Zugehörigen, die nicht im Handelsregister eingetragen sind
Gewinn aus Gewerbebetrieb, von mehr als 5.200 Euro bis 7.500 Euro             20 Euro

Gewinn aus Gewerbebetrieb, von mehr als 7.500 Euro bis 25.000 Euro            60 Euro 

LügenBetrügenTäuschen – Vertuschen

.

Logo Handwerkskammer

.

Handwerkskammerpräsidenten: 40.000 EURO extra als “Aufwandsentschädigung” für´s Ehrenamt kassiert  v. 08.12.2012

Niedersachsen: Handwerkskammerpräsident rechnet 7,5 Stunden Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Beerdigung eigener Sekretärin ab…   v. 12.05.2013

.

Die HandwerksKammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützung und ohne Zwangsmitgliedschaft.

.


					
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

  • Tischlermeister Michael Pramann

  • Bells-Restaurant – Bad Neuenahr

  • Stefan A. Duphorn wer – zu – wem

  • Hier ist noch Platz für Ihr Firmenlogo!

    Hier ist noch Platz für Ihr Firmenlogo!
  • Gernot Weyrich

  • Haustür-Aktion Michael Pramann

%d Bloggern gefällt das: