Handwerkskammer zieht Werbespot endlich zurück? – 19.01.2010


Schuster, bleib bei Deinen Leisten. Dieses Sprichwort wollte man bei den Handwerkskammern partout nicht beherzigen. Und so will man 50 Millionen Euro verschwenden für eine „Image-Kampagne“, die die Welt in Scherben und den wackeren Handwerker als Retter zeigt. Und das zeitgleich mit dem Haiti-Desaster, bei dem Zehn- oder gar Hunderttausende von Menschen ums Leben gekommen sind und das Leid grenzenlos ist. Störte das die Handwerkskammern? Nein! Erst nach massiven Protesten aus der Bevölkerung und besonders aus dem Handwerk entschloss man sich, die schamlosen und widerwärtigen Werbespots zurückzuziehen.

Als der durch das große Seebeben im Indischen Ozean ausgelöste Tsunami in 2004 Hunderttausende von Todesopfern in Südostasien forderte und zahlreiche Menschen verletzte und obdachlos machte, zog die bekannte Pop-Band Juli ihren Erfolgshit „Die perfekte Welle“ sofort zurück. Wohlgemerkt – „Die perfekte Welle“ war ein toller Song, ein großer Erfolg und ein harmloses Lied. Aber im Zusammenhang mit dem Tsunami eben missverständlich. Juli zeigte Respekt und bewies Anstand. Sofort.

Auch andere Spots sind zügig zurückgezogen worden. Da gibt es das Beispiel des Telefonanbieters Telegate, bei dem im Spot ein Flugzeug in einem Hochhaus landete – zwei Tage vor dem 11. September 2001, als in New York Tausende von Menschen starben, nachdem ein Flugzeug in einen der Twin Towers gerast war. Auch dort hat man den Spot sofort gestoppt – bevor es Zuschauerproteste gab. Das zeugt von Respekt, Anstand und Intelligenz.

Von Respekt, Anstand und Intelligenz kann bei den Handwerkskammern nicht die Rede sein. Obwohl das Leid Zehntausender Haitianer nach den verheerenden Erdbeben fast stündlich über die Bildschirme flimmert und die Zeitungen und Magazine füllt und gegenwärtig eine der größten Hilfsaktionen der Geschichte stattfindet, strahlten die menschenverachtenden Kammerbüttel & Friends ihren widerwärtigen „Kein Stein bleibt auf dem anderen“-Werbespot munter weiter aus. So, als ginge sie das Leid in Haiti überhaupt nichts an und ohne Rücksicht auf Verluste.

Insbesondere Handwerker liefen gegen diese Menschenverachtung Sturm und belagerten Handelskammern und Fernsehen mit empörten Telefonanrufen und Emails. Heute kam jedoch endlich eine gute Nachricht von einem der Organisatoren des Widerstands, dem Tischlermeister Michael Pramann:

wie ich soeben aus zuverlässiger Quelle erfuhr, soll der Horror-Werbespot (siehe: http://www.youtube.com/watch?v=X89vwqLNPkU) des Zentralverbandes der deutschen Handwerks-Zwangskammern (ZDH) ab sofort nicht mehr im Fernsehen ausgestrahlt werden!

Insbesondere angesichts der schrecklichen Bilder, die wir derzeit täglich aus Haiti erhalten, mussten die Funktionäre dieser Zwangskammer-Bürokratie anscheinend einsehen, dass sie mit einer deratigen Kampagene keinen Rückhalt in der Bevölkerung erzielen können. Das viele Geld für diese Horror-Werbung haben deren Funktionäre natürlich mal wieder aus dem Fenster geschmissen.

Falls Sie den Verantwortlichen Ihre Meinung sagen möchten, nachfolgend die zuständige Stelle beim ZDH:

Pressekontakt ZDH :

Ihre Ansprechpartnerin
Miriam Melanie Köhler
Tel: 030/206 19-377
Fax: 030/206 19-372
koehler@zdh.de

Die Werbeagentur Scholz&Friends bekam vom ZDH den Auftrag für diese Kampagne.
Pressekontakt S&F:

Kampagnenbüro Handwerk Scholz & Friends
Ihre Ansprechpartnerin
Anke Oßwald
Tel. 030 700 186-347
Fax 030 700 186-586
anke.osswald@s-f.com“

50 Millionen Euro in den Sand gesetzt? Nichts anderes kennen wir von „unseren“ Zwangs-Handwerkskammern. Können denn die Kammern überhaupt  mit Geld umgehen? – kein Wunder, leben sie doch fast ausschließlich von bequemen Zwangsbeiträgen, die sie auch den ärmsten Handwerkern mit (Staats-)Gewalt „eintreiben“.

Seit Januar 2010 erschienen laut Handwerkskammer Hildesheim diese „spektakuläre Werbespots“ in Kino und Fernsehen, mit denen Jugendliche zu einer Ausbildung im Handwerk animiert werden sollen.

Mit der Realisition dieser „cineastischen Meisterwerke“ war das Post-Production-Unternehmen THE MILL beauftragt worden, das  Büros in Los Angeles (Hollywood), New York und London unterhält, beauftragt. Auch Scholz & Friends ist an dieser Kampagne beteiligt.

Selbstverständlich waren es laut ZDH „einstimmige“ Beschlüsse der handwerklichen Spitzenorganisationen, die die Grundlage für die Durchführung dieser bundesweiten „Image-Kampagne“ legten. 100% Zustimmung? Das hätte Erich Honecker in seiner Volkskammer auch nicht besser hinbekommen.

Es war außerdem darauf hingewiesen worden, dass die HWK Hildesheim diesen Beschluss mitgetragen habe. Zitat: „Den Beschlüssen der handwerklichen Spitzenorganisation waren zustimmende Beschlüsse (auch zur Finanzierung) aller deutschen Handwerkskammern (auch der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen) vorausgegangen.“

Die Imagekampagne sei auf fünf Jahre für den Zeitraum von 2010 bis 2014 „beschlossene Sache“. Die Kosten belaufen sich auf jährlich 10 Mio Euro. Hinzu kämen noch 1,5 Mio Euro an sogenannten Vorlaufkosten für das Jahr 2009. Die Gesamtkosten belaufen sich laut ZDH auf somit 51,5 Mio Euro.

Zitat ZDH: “Aus diesem Gesamtbudget für die bundesweite Imagekampagne werden Einzelmaßnahmen wie Außenwerbung, Schulmarketing, TV-Spot, Starterpaket für die Betriebe, Broschüre Berufsbilder etc. finanziert. Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir über Kosten von Einzelpositionen keine Angaben machen, da dies unseren Gremien vorbehalten ist. Mit freundlichen Grüßen …“

An Schamlosigkeit nicht zu überbieten und viel zu spät gestoppt – eine Image-Kampagne, die zeigt, wie es mit dem Image der Handwerkskammern wirklich bestellt ist und was wir Bürger von diesen Zwangskammern und ihrer Führung zu halten haben.

 

Eine Nachricht, die man über lifepr.de verbreitete, die seltsamerweise aber nicht mehr abrufbar ist:

 

Ausstrahlung des TV-Spots der Handwerkskampagne ausgesetzt

http://www.lifepr.de/pressemeldungen/handwerkskammer-reutlingen/boxid-141413.html

(lifepr) Reutlingen, 19.01.2010 – Der bereits im vergangenen Jahr gedrehte TV-Spot der Imagekampagne des Handwerks ist in der Öffentlichkeit sehr positiv aufgenommen worden. Nur gelegentlich wurde Kritik geäußert, weil die gezeigten Bilder Assoziationen zu der schrecklichen Naturkatastrophe in Haiti herstellen könnten.

Aus diesem Grund hat sich der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) entschieden, die Ausstrahlung des Imagefilmes im Fernsehen kurzfristig auszusetzen, um keine Beschädigung der Kampagne insgesamt zu riskieren.

Dr. Joachim Eisert, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Reutlingen, weist jedoch darauf hin, dass der TV-Spot bereits im vergangenen Jahr gedreht wurde und auch die Verträge mit den Fernsehsendern rechtzeitig abgeschlossen werden mussten.

Darüber hinaus habe der Spot ein gänzlich anderes Thema: Er beschreibe mit eindrucksvollen Bildern die Bedeutung des Handwerks für unsere Gesellschaft. Dabei werde kein Mensch verletzt und nichts zerstört. Vielmehr löse sich nach und nach all das auf, was vom Handwerk geschaffen wurde. Damit werde gezeigt, dass unsere moderne Zivilisation nicht ohne die Leistungen des Handwerks denkbar ist. „Diese Leistungen kommen im Übrigen auch beim Wiederaufbau nach Katastrophen zum Einsatz,“ so Eisert weiter.

Die lange Version des TV-Spots ist weiterhin auf der Internetseite der Handwerkskammer Reutlingen in HD-Qualität zu sehen: http://www.hwk-reutlingen.de.

Ansprechpartner:

Herr Alfred Bouß
Handwerkskammer Reutlingen
Telefon: +49 (7121) 2412-123
Fax: +49 (7121) 2412-412
Zuständigkeitsbereich: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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LügenBetrügenTäuschen – Vertuschen

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Logo Handwerkskammer

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Handwerkskammerpräsidenten: 40.000 EURO extra als “Aufwandsentschädigung” für´s Ehrenamt kassiert  v. 08.12.2012

Niedersachsen: Handwerkskammerpräsident rechnet 7,5 Stunden Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Beerdigung eigener Sekretärin ab…   v. 12.05.2013

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Die HandwerksKammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützung und ohne Zwangsmitgliedschaft.

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