Werbefilm des ZDH – eine Realsatire? – 23.01.2010


Auch „Die Zeit“, eine der renommiertesten Zeitungen diese Landes, hat sich der 50-Millionen-Verschwendung des ZDH (Zentralverband der Handwerkskammern) angenommen. Ohne das Handwerk schlecht zu reden, entspricht dieser Bericht doch sehr den Tatsachen und trifft den Nagel auf den Kopf.

von Michael Pramann, Tischlermeister

DIE ZEIT beschreibt in Ihrem Artikel den  Handwerkskammer-Werbespot, der fünf Jahre lang im Rahmen einer 50-Millionen-Euro-Kampagne ausgestrahlt werden soll und bereits wenige Tage nach seiner Erst-Ausstrahlung gewaltig unter die Räder der öffentlichen Meinung geriet, unter anderem als brillante Satire.

Auch über die Neubauten im Regierungsviertel (die wohl größte „Scharzarbeiter“-Baustelle, die es je gab), lässt sich der Autor aus. Er spricht von Fassaden und Dächern, die sich senken, springenden Scheiben und Dachschäden.

Aber auch dies hat seine Gründe, denn unter den Handwerkern besteht wie überall ein enormer Konkurenzkampf. Auch hier gönnt einer dem anderen nicht „die Butter auf dem Brot“. Es herrscht längst nicht diese harmonische Einigkeit unter den Handwerkern, wie sie die Handwerkskammern der Öffentlichkeit und vor allem sich selbst ständig vorgaukeln.

Und dann bleibt eben die Qualität dr Arbeit auf der Strecke. Wer ständig nur auf „Schnäppchenjagd“ geht, darf sich als Kunde halt nicht wundern,.

John Ruskin: Gesetz der Wirtschaft

„Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgendjemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.

Es ist unklug, zuviel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.“

John Ruskin
engl. Sozialreformer (1819-1900)

Der ausführliche und herrlich humorvolle  Artikel „Mit dem Handwerk in die Steinzeit“ in Die Zeit, der die Naivität und Hilflosigkeit des Zentralverbands der Handwerkskammern genüsslich zelebriert, finden Sie hier.

Wenn man allerdings bedenkt, dass die Handwerkskammer-Bürokraten nicht nur mal so eben 50 Millionen Euro in den Ofen schießen, sondern sich auch durch völlig unverdiente Riesengehälter, Luxus-Pensionen, Pracht-Bauten für ihre Büros, Lustreisen in die ganze Welt und vielerlei andere Verschwendug von Zwangsbeiträgen ihrer „Pflichtmitglieder“ hervortun, dann hat das ganze nicht nur eine lustige Komponente, sondern man wird auch unweigerlich an den folgenden Ausspruch von Albert Einstein denken müssen:

“Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.”

Michael Pramann

Hans-Olaf Henkel spricht in „Zwangsmitgliedschaften abwracken“ im NDR am 01.12.2009 Tacheles und geht mit dem Zwangssystem, seiner Selbstbedienungsmentalität und der Verschwendung hart, aber fair ins Gericht.

ARD Kontraste: IHK und die Luxuspensionen aus Zwangsbeiträgen – wo die Selbstbedienung keine Grenzen kennt.

.

LügenBetrügenTäuschen – Vertuschen

.

Logo Handwerkskammer

.

Handwerkskammerpräsidenten: 40.000 EURO extra als “Aufwandsentschädigung” für´s Ehrenamt kassiert  v. 08.12.2012

Niedersachsen: Handwerkskammerpräsident rechnet 7,5 Stunden Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Beerdigung eigener Sekretärin ab…   v. 12.05.2013

.

Die HandwerksKammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützung und ohne Zwangsmitgliedschaft.

.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

  • Tischlermeister Michael Pramann

  • Bells-Restaurant – Bad Neuenahr

  • Stefan A. Duphorn wer – zu – wem

  • Hier ist noch Platz für Ihr Firmenlogo!

    Hier ist noch Platz für Ihr Firmenlogo!
  • Gernot Weyrich

  • Haustür-Aktion Michael Pramann

%d Bloggern gefällt das: