„Jubel“(?) über Kammerzwang in Ostdeutschland


So wie es die „großen“ Industrie- und Handwerkskammern in diesem Jahr schon vorgemacht haben, so ziehen nun auch die Ostdeutschen Handwerkskammern mit einem „großem Jubel nach. Endlich wieder Kammerzwang.  Und dies 20 „glückliche“ Jahre lang. 20 Jahre Wiedervereinigung der Handwerksorganisation. Und dies muss selbstverständlich gebührend gefeiert werden

„20 Jahre Wiedervereinigung und Handwerksorganisation“, so das Motto der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern. Was am 07.08.2010 mit ca. 300 Gästen aus dem In- und Ausland natürlich gebührend in der Rostocker Nicolaikirche gefeiert werden musste. Festredner Erwin Sellering, dar als Ministerpräsident die Laudatio auf das deutsche Handwerk hielt, wurde von Präsident Peter Diedrich und Hauptgeschäftsführerin Claudia Adler selbstverständlich recht herzlich begrüsst.

Man „versteht“ sich halt. Die Politik und die Führung der Handwerkskammer Ostmecklenburg wie es auch in allen anderen Bundesländern der Fall ist. Gute Kontakte müssen eben gepflegt werden. Schließlich muss die Politik auch umworben werden, denn die Luft der Kammer-Günstlinge wird, wenn auch momentan noch mäßig, immer dünner. Der bundesweite Widerstand gegen die Zwangsmitgliedschaft unter der Führung der Bundesverband für freie Kammern wird täglich stärker.

Selbstverständlich darf  auf einer solchen Veranstaltung auch kein Vertreter des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks  fehlen. ZDH-Verwaltungschef Christoph von Hammerstein war der Auserwählte, der sich wie alle anderen zahlreichen Repräsentanten aus Politik, der Bundeswehr , Konsuln und vor allem Ehrenamtsträgern und Unternehmern die Zeit mit kühlen Getränken und „Schnittchen“ vetrieb. Schließlich ist so ein Tag als Verwaltungschef  sehr „ermüdend“. Da tut es einem doch sehr wohl, wenn man sich mal wieder unter „seinesgleichen“, auf einer Festlichkeit Vergügen darf.

Was aber hat die Bundeswehr mit dem, ach so hochgelobten, Handwerk im Sinn? Will man bereits Bündnisse schmieden, gegen die immer zahlreicher werdenden aufmüpfigen Kammerzwang-Gegner?

Mit der Festveranstaltung würdigte und dankte die Spitze der Handwerkskammer den Handwerkerinnen und Handwerkern für den Auf- und Ausbau wirtschaftlicher Strukturen in der Region und den Partnerkammern für die Unterstützung beim Aufbau moderner Bildungszentren des Handwerks.

Berichtet wurde dann noch über die Zahl der Mitgliedsbetriebe ( 12.400 ) mit dem Standart-Hinweis, den wir alle von den Kammern kennen, daß diese Handwerksbetriebe auch Ihre Dienstleistungen und Produkte anbieten. Usw., usw,….

Kammerspartakus begrüsst hiermit die Zwangskammer-Beglückten Handwerksbetriebe in Ostdeutschland. Ihr wart mit beteiligt die unmenschliche Mauer und den Stacheldrahtzaun, der Ost und West trennte, einzureißen. Beteiligt euch auch am Kampf gegen den menschenrechtsverachtenden Kammerzwang in diesem Lande. Befreien wir uns vom Joch des Kammerzwangs.

Denkt zurück an alte DDR-Zeiten. Die Strukturen der Handwerkskammern sind vergleichbar. Hat jemals ein Handwerker bei einer Wahl der Vollversammlungsmitglieder eine Stimme abgegeben? Hat überhaupt jemand davon erfahren, dass Kammer-Wahlen stattfinden?

Quelle: Handwerkskammer Mecklenburg Ostmecklenburg-Vorpommern

„Schlimm ist der Zwang,  doch es gibt keinen Zwang, unter Zwang zu leben.“  (Epikur )

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LügenBetrügenTäuschen – Vertuschen

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Logo Handwerkskammer

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Handwerkskammerpräsidenten: 40.000 EURO extra als “Aufwandsentschädigung” für´s Ehrenamt kassiert  v. 08.12.2012

Niedersachsen: Handwerkskammerpräsident rechnet 7,5 Stunden Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Beerdigung eigener Sekretärin ab…   v. 12.05.2013

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Die HandwerksKammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützung und ohne Zwangsmitgliedschaft.

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Stand: 01.01.2011

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Comments
One Response to “„Jubel“(?) über Kammerzwang in Ostdeutschland”
  1. Ossi sagt:

    Der Vergleich mit dem SED-Regime ist nicht unzuitreffend.
    Ich fühle mich als kleines Einzelunternehmen von der IHK gnadenlos abgezockt.
    Ich habe mit diesem Verein einfach nichts am Hut.

    Danke für die Infos!!!

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