HWK/IHK: Millionen-Konzerne zahlen nur Grundbeitrag


Nachdem DIE WELT am 13.08.2010 darüber berichtete, dass die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten die Gehälter ihrer Chefs publik machen, sprach die WirtschaftsWoche auch noch einmal die Gehälter der IHK-Geschäftsführer an.

Das über die Gehaltszahlen eines IHK-Geschäftsführers überhaupt etwas ans Tageslicht gelang, verdankten die Zwangsmitglieder einzig dem Gerichtsstreit der IHK Lüneburg Wolfsburg mit ihrem früheren Hauptgeschäftsführer ,der sich  sich zu Unrecht seines Amtes als Geschäftsführers enthoben fühlte und klagte gegen die IHK Lüneburg. Hier wurde nun öffentlich, dass der Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg ein Jahresgehalt von 160.00,- € erhielt.

Als diese Pressemeldung nun vor Karl-Heinz Klementz, auf seinem Schreibtisch lag, war dies der Anlass dafür eine E-Mail an den Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs, einen der wenigen Politiker in diesem Lande, die sich gegen die Zwangsmitgliedschaft in den Kammern bekennen, zu senden.

Folgender Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Kahrs,
warum placken Sie sich ab, eilen von einer Sitzung zur anderen, verbringen viel Zeit bei Wahlkämpfen und treten in Diskussion mit anderen Parteien? Es geht doch viel einfacher  ohne richtigen Arbeitsnachweis, ohne Konkurrenz, ohne Hetze, möglicherweise aber auch nur ohne Gewissen.
Das Fachblatt WiWo-Wirtschaftswoche ist ein seriöses Wirtschaftsmagazin und berichtet jetzt über eine Möglichkeit, einfach und sorgenfrei an dicke Bezüge zu kommen. Im Prozess mit der IHK-Lüneburg kam heraus, was jemand jährlich bezieht, der gewöhnlicher IHK-Chef ist. Pro Jahr sind es satte Eur 160.000,– ja, Sie lesen richtig und sollten sich dies mal auf der Zunge zergehen lassen. Kräftige Pensionszuwenden kommen natürlich noch obendrauf; alles Dinge, die man sich in eigener Regie und nach Gutdunken genehmigt.
Die IHK behandelt die Bezüge von IHK-Chefs streng geheim. Scheut man sich, den Selbständigen (also den Zwangszahlern) diese offenzulegen? Eigentlich wäre es doch moralisch richtig, wenn man den Zahlenden einen Nachweis für das Verschwinden des vielen Geldes geben würde.
Das, was im Prozess mit der IHK-Lüneburg ans Tageslicht kam, das wird vielleicht nur die Spitze eines schmuddeligen Eisbergs sein. Denke ich darüber nach wo die Insgesamt- Zwangseinnahmen der IHK von – ca. 2 Milliarden-Eur  jährlich bleiben, dann ist mir jetzt einiges klar geworden.
Ja, Herr Kahrs, dann mal los, wenn Ihnen der Wechsel zur IHK nichts ausmacht. Sie müssen sich nicht verkleiden oder mit einer Waffe dort einfallen. Nein, es geht ganz offiziell und leal (was auch immer dieser Begriff bedeuten soll).
Wenn Ihnen diese Vorgänge allerdings ungeheuer vorkommen, Herr Kahrs, dann unternehmen Sie bitte etwas. Rütteln Sie Ihre Kollegen wach und die der anderen Parteien auch.
Die Aufdeckung von Lüneburg wird Kreise ziehen und bevor die Allgemeinheit mit dem Drohfinger auf die untätigen Politiker zeigt, sollten Sie aktiv gewesen sein.

Mit hoffenden Grüßen
K.H.Klementz,                                                                                                                                                                                                                                                                                      Meerbusch,

Kommentar von Kammerspartakus:

Ist es etwa verwunderlich, dass sich bei solchen Zahlen ( 160.000 €  Jahresgehalt eines einfachen Geschäftsführers ) immer mehr Unternehmer öffentlich gegen den Kammerzwang auflehnen? Der „kleine Selbstständige“ plackert rund um die Uhr, kann nicht schlafen, weil er nicht weiss, zahlt der Kunde oder zahlt er nicht?

Über die Geschäftsführergehälter einer Handwerkskammer ist allerdings noch nie etwas ans Tageslicht geraten. Als Anhaltspunkt kann jedoch ein Pressebericht von Volksfreund.de vom 03.06.2009 genommen werden. Manfred Bitter wechselte vom Polizeipräsidenten als Geschäftsführer in die Handwerkskammer Trier ( ca. 6900 (Zwangs-)Mitgliedsbetriebe ). Zitat Volksfreund.de:“ Finanziell würde sich der HWK-Job für Bitter lohnen. „Er bekäme deutlich mehr als die rund 7500 Euro monatlich, die Er jetzt verdient ( als Polizeipräsident ), sagt ein Insider.“  Für die Geschäftsführer, egal ob IHK oder HWK gilt selbstverständlich auch: Zuzüglich Aufwandsentschädigungen und Dienstwägelchen selbstverständlich.

Und um all dies zu finanzieren, werden Zwangsmitglieder zu Zwangsbeiträgen herangezogen, welche mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln eingetrieben werden. Und den Kammern stehen so gut wie alle Mittel zur Verfügung. Kontenpfändung ( gar von unbeteiligten Familienangehörigen ), Zwangsvollstreckungen, Haftbefehle; ja selbst Inhaftierung . Und die Politik steht voll hinter den Kammern. Warum wohl? Solche Tatsachen schüren jedoch weiter Spekulationen über den Sumpf und Filz von Politik und Kammern. Dann bei lediglich bundesdurchschnittlichen Wahlbeteiligungen von 10% bei den IHKn und 0,00% bei den Handwerkskammern kann sich doch wohl wirklich niemand anmaßen, die Kammern würden sich im Namen der Zwangsmitglieder als Interessenvertreter präsentieren.

Obwohl: Ein blindes Huhn findet auch mal ´n Korn,

Abschließend ein kleines Beispiel, was Millionen- und Milliarden-Konzerne in diesem Lande an Kammerbeiträgen zahlen:

So hat der Konzern Daimler Chrysler im Jahr 2001 sagenhafte 330 DM an die IHK in Stuttgart entrichtet

Die Hamburger Jill Sander AG hat jahrelang nur einen Beitrag von 153 Euro Beitrag bezahlt. So wie die Dönerbude um die Ecke.

Im Zuge der Bankenkrise geriet auch die HSH Nordbank in eine Schieflage und musste hohe Abschreibungen vornehmen. Auch die Handelskammer konnte abschreiben: Ihren Beitrag. Denn mit dem Verlust sind nur noch 153 Euro fällig. Bei 30 Milliarden Euro Bundesgarantien sollten doch etwas mehr als die 153 Euro übrig sein. Nur noch mal im Vergleich die Zahlen:

30.000.000.000 Euro Bundesgarantie und 153 Euro IHK-Beitrag. Wie hoch ist die Bundesgarantie für Ihr Unternehmen?

Städte, Gemeinden und staatliche Stellen hingegen, welche die Dienstleistungen der IHKn auch tatsächlich abrufen obwohl sie keine Kammermitglieder sind!

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Politik: die Führung öffentlicher Angelegenheiten zu privatem Vorteil. ( Ambrose Bierc )

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Politiker sind nicht an Weisungen gebunden, höchstens an Überweisungen. ( Graf Fito )

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LügenBetrügenTäuschen – Vertuschen

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Logo Handwerkskammer

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Handwerkskammerpräsidenten: 40.000 EURO extra als “Aufwandsentschädigung” für´s Ehrenamt kassiert  v. 08.12.2012

Niedersachsen: Handwerkskammerpräsident rechnet 7,5 Stunden Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Beerdigung eigener Sekretärin ab…   v. 12.05.2013

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Die HandwerksKammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützung und ohne Zwangsmitgliedschaft.

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