Eifelzeitung tituliert Zwangsmitgliedschaft als Anachronismus aus alten Zeiten


Und dies ist in den überwiegenden Augen der Zwangsmitglieder noch recht milde ausgedrückt. Zwangsmitgliedschaft nach Lehnsherren-Art. Wäre nicht unzutreffender.

Von rücksichtsloser Machtstellung gegenüber kleinen Zwangsmitgliedsfirmen ist hier die Rede und trifft den Nagel somit voll auf den Kopf. Gleichgültig, ob es der Firma wirtschaftlich schlecht geht, oder ob gar Verluste eingefahren werden. Die Zwangskammern bestehen auf deren Zwangsbeiträge. Die „Palette“ reicht von Zwangsvollstreckung, über Kontopfändung, Haftandrohung, gar bis zur Inhaftierung. Den Lesern dieses Blog ist dies hinlänglich bekannt.

Wie viele Betriebe davon in den Ruin getrieben wurden, das weiß noch keiner. Dazu startete jetzt eine entsprechende Recherche der Eifelzeitung und wir hoffen, dass die EAZ Eifelzeitung die entsprechenden Ergebnisse in Kürze anbieten kann.

Dennoch begehren immer mehr Selbständige gegen den Kammerzwang auf und verweigern deren Zahlung. Gehen mit ihrem Anliegen an die Öffentlichkeit.

Bei der HWK Cottbus z. B. verweigerten über 50% der Zwangsmitglieder die Zahlungsaufforderung. Dies sollte uns allen Mut machen! Als Vergleich jedoch:

1. Jil Sander. Jahrelang hat die marode Jill Sander AG hat nur einen Beitrag von 614 Euro Beitrag bezahlt. Wertlos war der einstige Weltkonzern aber nicht: Letztes Jahr hat die Londoner Private Equity Gesellschaft Change Capital Partners immerhin noch 215 Millionen Euro für die Jil Sander AG gezahlt.

2: HSH Nordbank. Im Zuge der Bankenkrise geriet auch die HSH Nordbank in eine Schieflage und musste hohe Abschreibungen vornehmen. Auch die Handelskammer konnte abschreiben: Ihren Beitrag. Denn mit dem Verlust sind nur noch 614 Euro Beitrag fällig. Dafür erhält die Bank eine Bundesgarantie in Höhe von 30.000.000.000 Euro

Fall 3: Airbus. Im Jahr 2006 hat Airbus Deutschland einen Verlust von 712 Millionen Euro erwirtschaftet. Der IHK-Beitrag betrug 614 Euro. Bei rund 10.000 Airbus Mitarbeitern in Hamburg zahlte Airbus pro Mitarbeiter im Jahr 2006 einen Handelskammerbeitrag von rund 6 Cent.

Gerecht?

Vielfach wird auch von der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gesprochen. Aber was bedeutet das? Der Gewinn? Das wäre dann eine rein ertragswertbezogene Betrachtung, die den Substanzwert völlig außer acht lässt. Das ist betriebswirtschaftlich falsch. Dazu ein einfaches Beispiel: In Hamburg zahlt eine GmbH mit rund 115.000 Euro den gleichen Beitrag zur Handelskammer wie die HSH Nordbank: 614 Euro. Die HSH Nordbank gewährt ihrem Vorstand so einfach mir nix dir nix 2,9 Millionen Euro. Kann das die GmbH mit 115.000 Euro Gewinn auch?

In- und außerhalb des Geschäftslebens ist es doch eigentlich üblich, dass Beiträge zu einem Verein, und mehr ist eine Kammer nicht – eine Kammer ist ein e.V – gezahlt werden, dem man freiwillig angehört. Oder das man für eine Rechnung auch eine Leistung erwarten darf. Nicht so bei den IHKn, HWKn und anderen Zwangskammern. Diese bestehen auf Beiträge ohne jegliche Gegenleistung. Und dies auch noch per Vorkasse. Dies dürfte einmalig auf diesem Planeten sein.

Kaum ein Gewerbe angemeldet darf man sich glücklich als Zwangsmitglied einer dieser „Organisationen“ betiteln. Anachronismus aus alten Zeiten, in Zeiten der Globalisierung. Und die Politik sieht tatenlos zu. Selbst die sich als liberal bezeichnende FDP hält an diesen verkrusteten Strukturen fest.

Ohne Kammerzwang stehen in diesem Lande die Räder still, so die „Kämmerlinge“.

Man sieht es ja. Schauen wir über die Landesgrenzen hinaus. Diese exotische BRD und Ihr Kammerzwang. Unsere Nachbarländer und auch darüber hinaus, ohne diesen irrwitzigen Kammerzwang  – witzig? wenn es doch bloss nicht so ernst wäre –  zeigen uns seit Jahren die lange Nase.

Dies aber kehren Politik und Kammerfürsten bewusst unter den Tisch. Geht es doch  anscheinend in erster Linie um die eigenen Interessen.

Zitat Ambrose Bierc:

Politik: die Führung öffentlicher Angelegenheiten zu privatem Vorteil.

Liegt da nicht der Verdacht das hier Sumpf, „Filz“ und Korruption betrieben wird sehr nahe?   Werden da vielleicht lukrative „Pöstchen“ verteilt und zugeschoben? Manche nennen es verharmlosend diplomatisch auch: Verquickung.

Und hier die Rede eines Volkstreters, Entschuldigung, Vokksvertreters in einer Rede v. 18.12.2008 zum Kammerzwang:

Und hier der Diskussionsbeitrag von Andreas Lämmel ( CDU)

 

LügenBetrügenTäuschen – Vertuschen

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Logo Handwerkskammer

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Handwerkskammerpräsidenten: 40.000 EURO extra als “Aufwandsentschädigung” für´s Ehrenamt kassiert  v. 08.12.2012

Niedersachsen: Handwerkskammerpräsident rechnet 7,5 Stunden Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Beerdigung eigener Sekretärin ab…   v. 12.05.2013

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Die HandwerksKammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützung und ohne Zwangsmitgliedschaft.

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Werden auch Sie FREIWILLIGES Mitglied im  Bundesverband für freie Kammern

Ohne Zusatzbeitrag und ohne Umlage! .


Stand: 01.01.2011

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