Verhindern „Seilschaften“ erfolgreiche Meisterabschlüsse?


Die Handwerkskammer Heilbronn erneut in den Schlagzeilen

Die Unstimmigkeiten im Handwerk der Region reißen nicht ab. Nach der Prüfung der Kreishandwerkerschaft Heilbronn-Öhringen durch das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und die Staatsanwaltschaft Heilbronn sorgt der Wirtschaftszweig jetzt erneut für reichlich Aufsehen. Der Grund sind ungewöhnlich hohe Durchfallerquoten in den Meisterklassen im Kraftfahrzeughandwerk. Die Spitze der Handwerkskammer macht dafür eine immer leistungsschwächere Jugend verantwortlich. Hinter vorgehaltener Hand ist aber auch die Rede von Seilschaften, die dafür ursächlich seien, dass viele Schüler die Prüfungen nicht bestehen.

Die Zahlen jedenfalls sprechen für sich: In den vergangenen vier Jahren sind bei den Meisterprüfungenbei der Kreishandwerkerschaft Heilbronn-Öhringen im Kfz-Handwerk mehr als 40% der Prüflinge durchgefallen. In 2010, der Jahrgang wurde gerade abgeschlossen, belief sich die Durchfallquote gar auf satte 43 %. Damit ist die HWK Heilbronn führend im Lande Baden-Würtemberg. Die durchschnittliche Durchfallquote liegt z.B. in anderen Bezirken des Südwesten bei 25%. In Mannheim gar nur bei unter 20%. Allerdings liegt die Durchfallquote bei allen anderen der elf geprüften Handwerksberufe in Heilbronn im Jahre 2010 bei gerade einmal 8,5%.

Aufruf zum Boykott Handwerkskammer-Beitrag

Zahlreiche Beschwerden wurden bei der Kammer eingereicht, die eine Untersuchung der Sachlage in die Wege geleitet hat, mit dem Ergebnis:

Von verschiedener Seite heißt es, dass die Kfz-Prüfungskommission Schüler absichtlich habe durchfallen lassen. In Betrieben und der Meisterschule ist zu hören, dass Seilschaften innerhalb der Kfz-Branche Heilbronn-Frankens existierten, die dafür sorgen würden, dass wenig Konkurrenz in Form neuer Meister auf den Markt ströme.

Selbstverständlich, und wie war es nicht anders zu erwarten, bestritt Ulrich Bopp, Präsident der HWK Heilbronn, diese Vorwürfe als völlig haltlos. Und bekräftigte dies mit der Aussage:“Die Mitglieder der Prüfungskommission sind allesamt ehrliche und ehrenvolle Personen“

In der hohen Durchfallquote sieht Bopp zwar ein ernstzunehmendes Problem, verwies allerdings auf andere Gründe für die schlechte Statistik. Die Prüfungsvorgaben im Kfz-Handwerk seien sehr streng, weil bei Pfusch in den Auto-Werkstätten Menschenleben gefährdet seien.

Kammerspartakus bekam allerdings von einem gerade „gekürtem“ Jungmeister aus Niedersachsen die Antwort auf die Frage, ob und was er denn nun in der Meisterschule gelernt habe, die Antwort:“ Im Grunde nichts neues. Ausser: wir haben Schweißen gelernt, was bei der Gesellenprüfung nicht mehr im Lehrplan enthalten ist. Es war eine etwas bessere Gesellenprüfung.“

Der Kammerpräsident weiter:  „Zweitens ist leider auch zu beobachten, dass die Jugend nicht mehr die Qualität hat wie noch vor ein paar Jahren.“

Dass Heilbronn schlechter dasteht als die Nachbarbezirke, liege unterdessen an der hiesigen Bevölkerungsstruktur, vermutet der Handwerkspräsident. „Der Trend kann sich aber auch schnell umkehren“, sagt er. „Und wir werden alles daran setzen, dass Heilbronn künftig wieder weiter oben

Laut Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Heilbronn wurden bereits Maßnahmen in die Wege geleitet, um die Situation zu verbessern. Es sollen, da  bereits laut Insidern ganze Meisterklassen in Erwägung gezogen haben ihre Meisterprüfung in den Nachbarbezirken abzulegen, bei künftigen Prüfungen, anders als bislang, auch Lehrer der Kfz-Meisterklassen einzusetzen.

Ist es doch auch ein lukratives Geschäft. Die Abnahme der Meisterprüfungen:

Teil I (fachpraktisch) 265,00 Euro
Teil II (fachtheoretisch) 240,00 Euro
Teil III (wirtschaftlich-rechtlich) 130,00 Euro
Teil IV (berufs- und arbeitspädagogisch) 130,00 Euro
Ausstellung des Meisterbriefs 25,00 Euro
Summe Meisterprüfungsgebühr 790,00 Euro

Und dies sind lediglich die gebühren für die Prüfungsabnahme, wohl bemerkt.

„Ein Schelm, der Böses dabei denkt“

Im Handwerk nehmen Prüfungskommissionen die Meisterprüfungen ab. Deren Mitglieder werden bei den zulassungspflichtigen Handwerken – dazu gehört auch das Kraftfahrzeug-Handwerk – vom jeweiligen Regierungspräsidium bestimmt. Bei den zulassungsfreien Handwerken übernimmt hingegen die zuständige Handwerkskammer diese Aufgabe. In der Praxis sucht die Kammer freilich auch bei den zulassungspflichtigen Berufen die Kandidaten aus und schlägt sie ihrem Regierungspräsidium vor.

Quelle:

LügenBetrügenTäuschen – Vertuschen

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Aufruf zum Boykott Handwerkskammer-Beitrag

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Logo Handwerkskammer

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Handwerkskammerpräsidenten: 40.000 EURO extra als “Aufwandsentschädigung” für´s Ehrenamt kassiert  v. 08.12.2012

Niedersachsen: Handwerkskammerpräsident rechnet 7,5 Stunden Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Beerdigung eigener Sekretärin ab…   v. 12.05.2013

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Die HandwerksKammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützung und ohne Zwangsmitgliedschaft.

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