Zwangsmitglied zahlt in kleinen Münzen und Pferdefuhrwerk


Die Zwangs-Kammern treten immer wieder als Stimme der Wirtschaft auf, was vielen Unternehmern in diesem Lande stinkt.

Das brachte Gottfried Härle, wie viele tausend andere Unternehmer übrigens auch zur Weißglut. Er beschloß daher seinen Zwangsbeitrag in kleinen Münzen höchst persönlich bei seiner Zwangskammer anzuliefern. Er liess sich also seinen 4-stelligen Zwangsbeitrag von seiner Bank in kleinen Münzen auszahlen, schaufelte diese in vier Säcke und hievte diese auf sein Pferdefuhrwerk. Dann fuhr Gottfried Härle, Besitzer einer bayrischen Öko-Brauerei, das Geld der IHK vor die Tür. Die Säcke mussten die Kammermitarbeiter annehmen. Denn;“ Es ist nicht verboten mit Kleingeld zu zahlen“, so Härle.

Einen ähnlichen Fall gab es allerdings auch schon bei der IHK Lüneburg. Dort lud Ingobert Marx, Uhrmachermeister aus Schneverdingen und jetziges Vollversammlungsmitglied,  seinen Zwangsbeitrag in Pfennigen per Schubkarre vor der Kammer ab.

Es ist allerdings auch nicht ungewöhnlich, dass die Kammern ihre Mitglieder erst mittels Gerichtsvollzieher, Kontenpfändung oder gar Haftandrohung zur Zahlung bewegen können.

Die Handwerkskammer Cottbus musste 2007 gar über 50% Ihrer Mitglieder anmahnen. ca. 8% der Mitglieder mussten erst vom Gerichtsvollzieher überzeugt werden.

Leider ist der Protest gegen die Zwangsmitgliedschaft in den Zwangs-Kammern nicht immer so plakativ. Trotz alledem: Der Widerstand gegen die Kammern wächst ständig. Die Widerständler organisieren sich unter dem Dachverband des Bundesverband für freie Kammern, dem auch Gottfried Härle angehört.

Die Kammern schrecken nicht davor zurück mit den Geldern der Zwangsmitglieder Lobbyarbeit für politische Ziele zu machen, die den Meinungen und Zielen der Zwangsmitglieder einfach widersprechen.

Der Dachverband der Industrie- und Handelskammern, in dem die achtzig Industrie- und Handelskammern mit 3,6 Millionen Unternehmen zusammengeschlossen sind, hat etwa im Sommer seine „Anforderungen an das Energiekonzept der Bundesregierung“ veröffentlicht. Die Kammern fordern darin, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern. Die Abschaltung zu dem geplanten Zeitpunkt „würde zu Engpässen bei der Kraftwerkskapazität führen, die jederzeit zur Verfügung stehen muss, und damit Preiserhöhungen provozieren“. Die Regierung beschloss eine Laufzeitverlängerung – und konnte in der öffentlichen Debatte darauf verweisen, dass dies auch von der Wirtschaft gewollt sei.

Und genau dies bringt Gottfried Härle, der wohl auch im Namen des Großteils der Zwangsmitglieder spricht/handelt, auf die Palme. Wirbt Härle doch mit einer klimaneutralen Bierherstellung seiner Produkte, die er zudem nur regional vertreibt. Die Kammern jedoch nehmen großspurieg von sich in Anspruch die Stimme der Wirtschaft zu vertreten. Allerdings ohne sich mit deren Zwangsmitgliedern abzusprechen. Gesprochen wird, und so ist es auch typisch in diesem Lande, lediglich im Sinne der finanzstarken Unternehmen. Viele der Zwangsmitglieder sind z.B. gegen längere AKW-Laufzeiten und müssen dennoch Mitglied dieser so undurchsichtigen Organisation Kammer sein/bleiben. Einer Organisation, der es an jeglicher Transparenz scheitert. Deren Geschäftsführergehälter verschwiegen werden, die sich weigert Wirtschaftszahlen ihren Mitgliedern offen zu legen. „Das passt nicht mehr in ein demokratisches Zeitalter, dass es die Verpflichtung gibt, in so einer Organisation zu sein, nur weil ich ein Unternehmen habe“, sagt Härle.

Härle hat sich daher entschlossen, dem Bundesverband für freie Kammern beizutreten, dem mittlerweile rund 1.500 Unternehmer angehören. Darunter Firmen wie Technisat, Bauunternehmen Züblin und Strag, und gar kommunale Betriebe wie die Stadtwerke Bramstedt

Kai Boeddinghaus, Bundesgeschäftsführer des Bundesverband für freie Kammern begründet den Widerstand gegen den Kammerzwang unter anderem mit einem nicht gerechtfertigten Grundrechtseingriff. Vor allem fehle es an einer stärkeren Einbeziehung der Kammermitglieder. „Die können sich doch nicht in meinem Namen äußern, ohne mich vorher zu fragen! Jedes Schülerparlament hat mehr demokratischen Anstand als dieser Verein“, sagt er.

Die Kammern als Nachfolger der mittelalterlichen Zünfte.

Gerechtfertigt wird der Kammerzwang dass die Kammern das Gesamtinteresse der Wirtschaft bündeln und gegenüber der Politik vertreten sollen. Auch die Abnahme der Ausbildungsprüfungen der Lehrlinge wird vorgeschoben.

Es wird immer wieder von demokratisch aufgebauten Kammern geredet.Dies jedoch ist nur Schein und entspricht längst nicht der Realität. Wichtige Entscheidungen sind den örtlichen Vollversammlungen vorbehalten. Die Regeln werden in einer Institution mit rund 7.700 Mitarbeitern in den bundesweiten 80  IHKn jedoch oft nicht eingehalten.

Nach einen sechsjährigem Rechtsstreit wurde im Sommer 2010 allerdings vor dem Bundesverwaltungsgericht ein Urteil erzielt, dass die Kammern eindeutig in die Schranken weist.

Die Zwangskammern lässt dieses Urteil jedoch ganz offensichtlich unbeeindruckt. Wie soll es auch anders sein. Als ein absolutistischer Staat im Staate, – eimem sogenannten Selbstverwaltungsorgan, dass deren Bedeutungsweise sehr, sehr wörtlich nimmt. Selbstverwaltung halt.

Die Forderung nach Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke wurde veröffentlicht, ohne dass die Vollversammlung vorher gefragt wurde. Kai Boeddinghaus wird jetzt wieder zum Protest dagegen losziehen – vor das Verwaltungsgericht.

LügenBetrügenTäuschen – Vertuschen

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Logo Handwerkskammer

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Handwerkskammerpräsidenten: 40.000 EURO extra als “Aufwandsentschädigung” für´s Ehrenamt kassiert  v. 08.12.2012

Niedersachsen: Handwerkskammerpräsident rechnet 7,5 Stunden Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Beerdigung eigener Sekretärin ab…   v. 12.05.2013

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Die HandwerksKammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützung und ohne Zwangsmitgliedschaft.

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