Bestechungs-Skandal bei der Handwerkskammer Koblenz – Hausdurchsuchung –


Der Sumpf und Filz in den Kammern scheint unermässlich. Das, was die Front der Kammerkritiker erahnen oder meinen zu wissen, ans Tageslicht, sprich an die Öffentlichkeit bringen, ist doch `eh nur die Spitze des Eisbergs. Und die Politik mischt munter mit. Dies betrifft nicht nur Korruption, wie in diesem Fall bei der HWK Koblenz, auch Verschwendung, Mißwirtschaft, Überversorgung, Verschleierung, ja gar bis zur Untätigkeit, was die Aufsichtspflicht der Kammern betrifft.

Bei der HWK Koblenz wurde nun aufgrund des Verdachts der Bestechung gegen 3 Mitarbeiter der HWK Koblenz ermittelt. Ein 51-jähriger Mitarbeiter sitzt nun wegen Verdunklungsgefahr gar  in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft bestätigte die Festnahme am Freitagmorgen.

Gegen den 51-Jährigen wurde bereits Ende Oktober wegen Verdunkelungsgefahr Haftbefehl erlassen.

Grund: In den Jahren 2005/2006 soll der 51-jährige von einem Iserlohner Unternehmen geschmiert worden sein, als es um die Ausstattung des Kompetenzzentrums für Gestaltung, Fertigung und Kommunikation sowie bei Folge- und Reparaturaufträgen ging. Die Rhein-Zeitung berichtet von materiellen ZUWENDUNGEN, die der 51-jährige vom Iserlohner Unternehmen erhielt, damit er das Unternehmen bei der Auftragsvergabe bevorzugte. Und wieder haben wir es hier mit dem „zierlichen“ Wörtchen ZUWENDUNGEN zu tun. Dreht sich bei den Kammern nicht gar alles um „Zuwendungen?. Schon dies sollte endlich einmal den Anlaß geben, einmal alle Kammern ( HWK; IHK, etc. ) unter die Lupe zu nehmen.

Gegen die 52 und 46 Jahre alten Verantwortlichen des Unternehmens aus Iserlohn wird wegen des Verdachts der Bestechung, Beihilfe zur Untreue und Steuerhinterziehung ermittelt.

Die Durchsuchungen der Wohnungen und der Beschuldigten,  sowie der Geschäftsräume der beteiligten Gesellschafter und der Handwerkskammer, zu denen auch zwei Mitarbeiter des Iserlohner Unternehmens gehören, wurden durch die Staatsanwaltschaft Koblenz demnach bestätigt.

Die Staatsanwaltschaft hatte bei Hausdurchsuchungen und bei einer Razzia in den Räumen der Handwerkskammer umfangreiches Beweismaterial sichergestellt,daß der weiteren Auswertung bedarf, so der leitende Oberstaatsanwalt Horst Hund

Zitat HwK-Hauptgeschäftsführer Alexander Baden: „Ich habe Bauchweh wegen der Sache. Wir wissen nicht, wie hoch der Schaden ist. Aber wir arbeiten eng mit der Staatsanwaltschaft zusammen, um alles schnell aufzuklären.“

Kommentar Kammerspartakus: Dass der gute Mann ( Alexander Baden ) nun Bauchweh hat, ist wohl nachzuvollziehen. Besteht doch die Gefahr, dass noch mehr derartige „Ungereimtheiten“ ans Tageslicht kommen. Haben vielleicht auch die anderen 52 Handwerkskammern und 80 IHK´n Bauchweh, weil Sie ähnliches befürchten müssen? Eine Überraschung wäre dies wohl sicherlich nicht.

Ob Bade allerdings nun eng mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeitet um aufzuklären? Daran darf gezweifelt werden. Kommt es nicht dem Verdacht näher, dass die HWK Koblenz mehr daran interessiert ist zu verharmlosen, gar zu vertuschen, so wie es bei den Kammern zum Tagesprogramm gehört?

Erklärung des Rheinland-Pfälzischen Justiz-Ministeriums

Was wäre eine Bananen-Republik wohl ohne (fast) alltägliche Korruptionsvorfälle?

Weitere Meldungen zu dem Fall:

12.11.2010

Durchsuchungen und Festnahme – Korruptionsverdacht bei der Handwirkskammer Koblenz

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Staatsanwaltschaft durchsucht Handwerkskammer Koblenz

12.11.2010, 12:58 Uhr | DAPD

Pressemeldungen der Rhein-Zeitung

Was wäre eine Bananen-Republik wohl ohne alltägliche Korruptionsvorfälle?

Bananen-Flagge und Basecab sind erhältlich bei: www.universalhandel24.de

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LügenBetrügenTäuschen – Vertuschen

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Logo Handwerkskammer

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Handwerkskammerpräsidenten: 40.000 EURO extra als “Aufwandsentschädigung” für´s Ehrenamt kassiert  v. 08.12.2012

Niedersachsen: Handwerkskammerpräsident rechnet 7,5 Stunden Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Beerdigung eigener Sekretärin ab…   v. 12.05.2013

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Die HandwerksKammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützung und ohne Zwangsmitgliedschaft.

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Comments
One Response to “Bestechungs-Skandal bei der Handwerkskammer Koblenz – Hausdurchsuchung –”
  1. Hier mein Leserbrief an die Koblenzer Rhein-Zeitung:
    —– Original Message —–
    From: Vetter Metallwaren
    To: Leserbriefe@rhein-zeitung.net
    Sent: Saturday, November 13, 2010 7:46 PM
    Subject: HwK: Skandal größer? (Rheinzeitung 13. November 2010, Seite 1 und Seite Wirtschaft / von Hartmut Wagner)

    Sehr geehrter Herr Wagner,
    sehr geehrte Damen und Herren der Rhein-Zeitung,

    mit großem Interesse las ich heute Ihre Berichte über den Korruptionsfall bei der Koblenzer Handwerkskammer!

    Und wegen dieser Sache hat HwK-Hauptgeschäftsführer Alexander Baden nun tatsächlich Bauchweh bekommen?

    Ich frage mich nur, warum Herr Baden nie Bauchweh dadurch bekommt, dass seine Kammer nur per Zwangsmitgliedschaft und damit verbundener jährlicher Zwangszahlungen durch Zwangsmitglieder existieren kann?

    Wo das Geld auch ohne Leistung – Jahr für Jahr und äußerst bequem per Zwang – eingenommen wird, dort gehört die Korruption wahrscheinlich immer sehr schnell zum Alltag.
    Man bracht ja nur mal ins benachbarte Trier zu schauen. Die dortige HwK und insbesondere auch die dortige IHK nimmt den Unternehmern bekanntlich noch viel mehr jährlich ab. Dort blühte die Korruption bekanntlich noch stärker. Und Bauchweh scheint man bei den Trierer Zwangskammer-Funktionären dabei seltsamerweise noch nie gehabt zu haben.

    Es gibt nur ein gutes Heilmittel, was Herrn Baden und anderen Kammerfunktionären schnellstens gegen Bauchweh helfen wird.
    Und dieses Mittel heißt: Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft und der damit verbundenen Zwangszahlungen!

    Vielleicht könnten Sie – verehrter Herr Wagner –
    nun auch einmal darüber berichten, dass kürzlich vom BffK e. V. (www.bffk.de) eine Beschwerde gegen diesen total demotivierenden deutschen Kammerzwang bei der EU eingereicht wurde.

    Der größte Teil der deutschen Presse verschwieg das bisher ja leider mal wieder.
    Aber das hat ja auch was Gutes! Denn die Zeitungen, die über derart wichtige Dinge für Unternehmer nichts berichten, die braucht man dann ja auch schon mal nicht mehr lesen!

    Aber immerhin berichtete die FAZ ganz gut am 26. Oktober 2010 (Wirtschaft/Seite 12) darüber.
    Siehe FAZ im Internet:
    http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/default.asp?tpl=common/zwischenseite.asp&dx1=355339E2-1556-CE68-407B-DDE45BAC629D&rub=6C77E50C-FDFD-44AF-94BA-0EA12FECC2AD

    Oder z. B. die Eifel-Zeitung sehr gut am 27. Oktober. Siehe: http://www.eifelzeitung.de/?artikel=59322
    Oder z. B. markt-intern sehr gut am 25. Oktober.
    Siehe: http://www.markt-intern.de/presse/newsdetails/datum/2010/10/25/kammerzwang-der-ihkn-jetzt-entscheidet-die-eu-kommission/

    Als „kostenverursachende Hemmschuhe und Arbeitsplatzbeschaffungsmaßnahmen für Funktionäre“, so beschrieben bekanntlich schon Günter und Peer Ederer die Zwangsmitgliedschaften zu Berufskammern! (Das Erbe der Egoisten, Seite 373 / Goldmann-Verlag 1997)
    Diese Seite 373 finden Sie übrigens mit folgendem Link im Internet: http://ow.ly/i/xAA/original

    Mit besten Grüßen Koblenz

    Heinrich Vetter
    Strümper Str. 23
    40670 Meerbusch
    Tel.: 02159-2388
    Fax: 02159-51188
    Email: heinrich.vetter@vetter-metallwaren.de

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