Die Augenwischerei der Kammern und Ihre Zwangsbeiträge


Viele Tausend Unternehmer begehren mittlerweile gegen den Kammerzwang und die damit verbundene Abzocke der Zwangsbeiträge auf. Die Kammer-Befürworter stellen sich immer wieder als Wohltäter in der Öffentlichkeit dar. In Wirklichkeit geht es Ihnen jedoch lediglich darum ihre Pfründe zu sichern. Hierzu ein Kommentar eines Zwangsmitglieds:

Als selbstständiger Handwerker und späterer Fotojournalist wurde ich zunächst Zwangsmitglied wegen des Handwerks. Jahrelang zahlte ich schnellstens meinen Beitrag, um dann möglichst lange nichts von den Funktionären zu hören. Ab und an setzte ich wegen geringfügigen Einnahmen Widerspruch auf, hakte aber nicht weiter nach, wenn keine oder ausweichende Antwort eintraf.
In diesem Jahr blieb ich etwas hartnäckiger. Nach einem Antrag auf Beitragserlass folgten Widerspruch und Beschwerden an Geschäftsführer und Präsident der HWK. Antworten blieben aus. Leider verschwand mein offener Brief dazu samt dem Forum Kammerwatch. Seitdem klebe ich an diesem Thema und ärgere mich über die viele Zeit, die man verplempert. Ganz besonders ärgerlich ist der Kenntnisstand bzw. die Halbwahrheiten zu Beitragsmodalitäten. Das betrifft selbst Aussagen von Kammergegnern.
Es geht los mit der Formulierung “die Kammern”.
Überwiegend sind die IHKn damit gemeint. Kommt die Rede auf den Beitrag, dann heisst es, Unternehmer bis zu einer gewissen Einkommensgrenze bleiben beitragsfrei. das ist der Standard, mit diesem Humbug wird die Öffentlichkeit gefüttert. Die Handwerkskammern reiben sich die Hände.
Das konnte man beim Auftritt der Berliner Präsidenten von HWK und IHK in der Sendung tvberlin/”Schupelius fragt” vom 28.06.2010 erleben. Ihk vertreter Schweizer betonte 2/3 der geringverdienenden Unternehmen bleiben beitragsfrei und HWK-Vertreter Schwarz legte nach, dass Neugründer im ersten Jahr beitragsfrei und in den folgenden nur die Hälfte des Grundbeitrages bezahlen.
Klingt vernünftig, was da beide Herren erzählen, denkt sich der Zuschauer.  In den ineinander fliessenden Statements sprach leider jeder der Herren die spezielle Anwendungspraxis seiner Kammer an.  Beitragserlass propagiert auch die Hwk. Laut Satzung §9, kann Beitragserlass bei unbilligen Härten angewendet werden. Kann!
Was man bei der Hwk unter unbilligen Härten versteht, bleibt wohl ein offenes Fragezeichen. Mitten in der größten Finanzkrise der Nachkriegszeit die Mitgliedsbeiträge zu erhöhen, muss nicht weiter kommentiert werden.
Beitragerlass wird nur auf Antragstellung gewährt. Obwohl die Kammern
unmittelbar reagieren könnten. Sie erhalten konkrete Zahlen durch die Finanzämter.
Wenn Antrag und Nachweise korrekt eingegangen sind, bleibt -wie erwähnt alles eine Kann-Bestimmung. Damit ist der Willkür Tür und Tor geöffnet.
Schlußfolgerungen dazu, kann man sich sparen. Das Ganze gestaltet sich so absurd, wie das Aushebeln einer unbilligen Härte durch eine Kann Bestimmung.
Soviel zum Grundbeitrag.
Auch wenn das einige jetzt nicht gern hören wollen:beim Beitrag verhält sich die IHK gegenüber der HWK wie ein Waisenknabe. Ich lehne beide Vereinigungen aus politischen und humanitären Gründen ab.

Tatsächlich gab es keinen Beitragserlass für mich im ersten Jahr der Firmengründung in Berlin. Für meine kläglichen Jahreseinnahmen von ca.300 €, verlangte die HWK den vollen Satz.Das entsprach nahezu 50% Beitragsanteil zu den Einnahmen. Einen Zusatzbeitrag von fast 9% drückt ab, wer mehr als 5.112,92 € verdient. Da hat man sich aber Mühe bis zu letzten Cent gegeben. Laut Wiki info zahlen IHK-Mitglieder bis 10.000 € keinen Zusatzbeitrag. Damit könnte ich auch leben. Mit welcher Begründung werden Handwerker bereits bei 50% ! geringeren Einnahmen über den Tisch gezogen?
Falls ich hier eine einzigartige exotische Situation erlebe, bitte ich um Infos. Befeuert wird die aktuelle Situation durch den Versuch der HWK, mich mit weiteren Gebühren zu belasten. Man versucht mich dort als Fotojournalist mit Studiotätigkeit gewerblich zu vereinnahmen. Ein zugesandter Brief begann mit der gruseligen Einleitung:
… wir sind unterrichtet, dass sie in dem näher bezeichneten Handwerk werben…
Vor vielen Jahren, saß ich als politischer Häftling im Knast und hatte unfreiwillig mit der Stasi zu tun. Diese Erlebnisse kamen beim lesen dieser Zeilen in mir hoch.

Hans Steltner

tvberlin/”Schupelius fragt” vom 28.06.2010

Allerdings, Wohl bemerkt: HWK/IHK: Millionen-Konzerne zahlen nur Grundbeitrag

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LügenBetrügenTäuschen – Vertuschen

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Logo Handwerkskammer

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Handwerkskammerpräsidenten: 40.000 EURO extra als “Aufwandsentschädigung” für´s Ehrenamt kassiert  v. 08.12.2012

Niedersachsen: Handwerkskammerpräsident rechnet 7,5 Stunden Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Beerdigung eigener Sekretärin ab…   v. 12.05.2013

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Die HandwerksKammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützung und ohne Zwangsmitgliedschaft.

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