Hairstylist kettet sich aus Protest ans Göttinger Kreishaus


Eine Pressemitteilung des BuH. Der Fall Sasha Arnold wirbelte vor einigen Monaten viel Staub in Göttingen auf. Sasha Arnold hat es gewagt ohne Meisterbrief seinen Kunden die Haare zu schneiden. Darauf schaltete die Kreishandwerkerschaft Göttingen, die übrigens dem Bezirk der Handwerkskammer Hildesheim angehörig ist, die Behörden ein. Es kam zu einer Hausdurchsuchung und Beschlagnahme. Die Göttinger Presse (GÖTTINGER TAGEBLATT ) berichtete mehrfach und ausführlich darüber.

Am Freitagmorgen, den 26.11. kettete sich der Göttinger Hairstylist und Visagist Sasha Arnold ans Geländer vor dem Eingang des Göttinger Kreishauses. Mit der Aktion demonstrierte Arnold gegen einen Bußgeldbescheid, den ihm die Behörde dieser Woche erteilte, weil der Hairstylist seinen Kunden die Haare nicht „nur“ stylte, sondern auch geschnitten hat.

Arnold hatte zuvor seine Dienste in einem Laden in der Innenstadt über mehr als 6 Jahre angeboten. Während dieser Zeit waren seine Kunden stets zufrieden mit seiner Arbeit. Bei der Protestaktion trugen Arnold und seine Mitarbeiterin mit einem Transparent, „Wir wollen arbeiten – weg mit dem Meisterzwang – JETZT!“ ihre Forderung noch einmal pointiert vor.

Der Landkreis wurde 2008 mit seinen Behinderungsmaßnahmen gegen den Hairstylisten tätig. Zwei Gerichte befassten sich zwischenzeitlich mit dem Fall, ohne jedoch eine genaue Sachprüfung vorzunehmen. Der Tatbestand des Haareschneidens wurde pauschal mit einem Bußgeld belegt, der Umfang und die konkreten Umstände „der Tat“ (Erheblichkeit / Minderhandwerk) wurden aber gar nicht im Urteil berücksichtigt. Nach Aussage des verteidigenden Anwalts hätte eine ordnungsgemäße Prüfung der Sachlage zu einem Freispruch geführt. Gegen dieses skandalöse Vorgehen zu Gunsten deutscher Handwerkskammern wendet sich die heutige Aktion der beiden Betroffenen.

„Ich möchte einfach wie in den Jahren zuvor weiterhin mein Geld mit meiner Hände Arbeit verdienen. Dabei ist kein Kunde zu Schaden gekommen und ich bin dem Staat nicht auf der Tasche gelegen“, sagte Sasha Arnold während der Aktion vor dem Kreishaus.

Der BUH erklärt sich solidarisch mit den Forderungen der beiden Göttinger „Haar-Arbeiter“. „Seit 2009 darf jeder europäische Betrieb in Deutschland handwerkliche Aufträge ausführen. Qualifikationsnachweise werden nicht mehr verlangt. Gleichzeitig vernichten Göttinger Beamte einen mehrfach ausgebildeten, langjährig tätigen, zur Zufriedenheit seiner Kunden arbeitenden Unternehmer und seine Beschäftigte“, kommentiert Oliver Steinkamp vom BUH die Situation und meint weiter: „Es ist mir unbegreiflich, warum Politiker ihre eigenen Landsleute so hängen lassen!“ Der BUH fordert den sofortigen Stopp der Verfolgung von Sasha Arnold. Mittelfristig muss der Meisterzwang abgeschafft werden.

Der Landkreis Göttingen hat bei einem Visagist & Hairstylist eine Hausdurchsuchungen wegen dem Verdacht der unerlaubten Ausübung des Friseurhandwerks durchgeführt und ein Bußgeld von 2.500,- Euro verlangt.

Darüber hat Frontal21 berichtet. In der Folge hat der Fall in Göttingen einige Aufmerksamkeit erfahren.

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Der Berufsverband unabhängiger Handwerker und Handwerkerinnen – BUH e.V. tritt für die
Gewerbefreiheit im Handwerk ein, berät Handwerker im Reisegewerbe und bietet Seminare
für Existenzgründer im Handwerk mit und ohne Meisterbrief

Hausdurchsuchung nach Haarschnitten

„Pflichtgemäße Einhaltung der Gesetze“

Vorwürfe gegen unvorbereiteten Richter

Fall Sascha Arnold: Kontroverse Diskussionen

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LügenBetrügenTäuschen – Vertuschen

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Logo Handwerkskammer

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Handwerkskammerpräsidenten: 40.000 EURO extra als “Aufwandsentschädigung” für´s Ehrenamt kassiert  v. 08.12.2012

Niedersachsen: Handwerkskammerpräsident rechnet 7,5 Stunden Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Beerdigung eigener Sekretärin ab…   v. 12.05.2013

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Die HandwerksKammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützung und ohne Zwangsmitgliedschaft.

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