Warum Chefs von Kammern oft so mächtig werden


So titelte die Rhein-Zeitung am 02.12.2010 in einem Kommentar zu den in diesem unserem Lande immer noch existierenden Kammerzwang. Freiheitssichernd soll er über dem auch noch sein. Vielleicht nach dem Motto: „Arbeit macht frei“?

Der Kommentar der Rhein-Zeitung von Chefredakteur Christian Lindner zielt in diesem Fall allerdings auf den Kammerwulst im Regional-Bezirk. Kenner wissen jedoch aus eigener Erfahrung, dass der Sumpf und Filz der Kammern im Einvernehmen mit der Politik wohl auch bundeseinheitlich zu übertragbar ist.

Und so auch gleich die treffende Einleitung zum Artikel:

Wir leben im 21. Jahrhundert. Wir haben eine Demokratie. Und die Zeiten, da Kurfürsten in Koblenz walten und Hof halten konnten, sind – zum Glück – längst Geschichte.

Christian Lindner weist darauf hin, an die Selbstverständlichkeit zu erinnern, was das Wirken, die Wahrnehmung und das berufliche Schicksal am Ende ihrer Laufbahn gleich zweier prägender Koblenzer Persönlichkeiten betrifft. Gemeint sind die jeweiligen ehemaligen Haupt-Geschäftsführer, Hans Podzun ( IHK ) und Karl Jürgen Wilbert ( Handwerkskammer ).

Podzun zog bis gestern ( 01.12.2010 ) die Fäden der (Miß-??)Geschicke der IHK Koblenz, Wilbert bis 2008 die der Handwerkskammer Koblenz.

Und beide agierten lange Jahre in der gesamten Region Mittelrhein in einer Weise, die für viele Beobachter die Frage aufwarf: Wie viel kurfürstliche Attitüde tut einer Wirtschaftskammer eigentlich gut? Mehr noch: Neigen Kammern generell zu sich verfestigenden Machtkonstellationen, die ansonsten im öffentlichen Leben schon lange überwunden sind?

Christian Lindner, Chefredakteur lobt die 17-jährige Haupt-Geschäftsführertätigkeit Podzuns, sowie die sage und schreibe 33 jährige Tätigkeit von Wilbert als hilfreich für die wirtschaftliche Region von Koblenz. Beide hätten während ihrer Amtszeit mit enormen Einsatz und erfolgreich für ihre Klientel gearbeitet und gekämpft, wobei sich beide dabei vielfach verdient gemacht hätten.

Kommentar Kammerspartakus: Es wäre an dieser Stelle vielleicht auch einmal an der Zeit, auf die Gehälter der beiden „Probanden“ zu sprechen zu kommen. So manch Selbständiger möchte vielleicht einmal so seinen Urlaub verbringen, so wie ein „Kammerfürst“ seine Arbeitszeit verbringt. Ohne jegliches unternehmerisches Risiko.

Podzun , wie auch Wilbert, sind standen und stehen jedoch auch für die Schattenseiten der Kammern, welche – die Kammern – als „Körperschaften des öffentlichen Rechts“dem Geist von Gesetzen und Satzungen nach von dem ehrenamtlichen Präsidenten und dem angestellten Hauptgeshäftsführer geleitet werden.

In dem Kommentar wird auf ein Ungleichgewicht zu Lasten des Präsidenten hingewiesen, da dieser schliesslich in erster Linie sein Unternehmen führen und lediglich „nebenbei“ die Kammer-Aufgaben schultern müsse.

Ob dies denn nun wirklich den Tatsachen entspricht, Herr Lindner? Sind Sie da vielleicht ein wenig fehl informiert?

Altersruhesitz: Kammerpräsident

Altersruhesitz: Kammerpräsident

.

LügenBetrügenTäuschen – Vertuschen

.

Logo Handwerkskammer

.

Handwerkskammerpräsidenten: 40.000 EURO extra als “Aufwandsentschädigung” für´s Ehrenamt kassiert  v. 08.12.2012

Niedersachsen: Handwerkskammerpräsident rechnet 7,5 Stunden Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Beerdigung eigener Sekretärin ab…   v. 12.05.2013

.

Die HandwerksKammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützung und ohne Zwangsmitgliedschaft.

.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

  • Tischlermeister Michael Pramann

  • Bells-Restaurant – Bad Neuenahr

  • Stefan A. Duphorn wer – zu – wem

  • Hier ist noch Platz für Ihr Firmenlogo!

    Hier ist noch Platz für Ihr Firmenlogo!
  • Gernot Weyrich

  • Haustür-Aktion Michael Pramann

%d Bloggern gefällt das: