Zwangskammern – Demokratisierung kommt nicht voran


Über das offensichtliche Fehlen demokratischer Mindeststandards in den Kammern bzw. ihre noch offensichtlichere Missachtung haben wir hier schon oft berichtet. Gerne wird den Kammerkritikern seitens der Verantwortlichen in IHKn und HWKn entgegen gehalten, dass Reformprozesse ihre Zeit bräuchten, man insgesamt auf gutem Wege sei und für eine Weiterentwicklung der Kammern auch gut auf das Gemäkel diese Kammerkritiker verzichten könne.

Ganz aktuell aber beweisen mal wieder zwei Industrie- und Handelskammern wie es um die Demokratie und ihre Entwicklung in Kammerland bestellt ist.
Da muss die IHK Koblenz ihre Wahlen wiederholen, weil allzu offensichtlich bei den im vergangenen Jahr abgeschlossenen Wahlen manipuliert wurde. Und während einer der Vizepräsidenten dieser Kammer dem bffk vorwirft, in der Presse schlecht über die IHK zu reden und nicht zunächst das Gespräch mit der Kammer gesucht zu haben, haben die Kammerfunktionäre in den Hinterzimmern eine neue Wahlordnung auf den Weg gebracht, die das „Weiter-So“ in Koblenz praktisch zementiert. Wahlvorschläge, so heißt es in dieser Wahlordnung nämlich, müssten stets als Liste eingebracht werden, die mindestens zwei Kandidaten/innen mehr nominieren als Plätze in der Wahlgruppe zu vergeben sind. Damit ist der Kandidatur einzelner kritischer Kolleginnen und Kollegen ein höchst effektiver Riegel vorgeschoben. Begünstigt werden durch diese Vorgabe die Grüppchen und Seilschaften in Verbänden und Hinterzimmern, die Zeit und Geld und Kontakte haben, um solche Listen zusammen zu stellen. Und während man sich für diese Abwehr kritischer Geister etwas einfallen ließ, so bleibt  beim Thema Transparenz natürlich alles beim alten. Lediglich die Namen der Gewählten sollen veröffentlicht werden. Eine umfassende Veröffentlichung der Wahlergebnisse (demokratischer Mindeststandard) ist mal wieder nicht vorgesehen.

Womit wir in der IHK München wären, die gerade gewählt hat. Wir finden auf der Internetseite lediglich die Namen der Gewählten (Stand 24.05.2011). Wer sich für Einzelergebnisse, für die Wahlbeteiligung oder weitere Einzeldaten interessiert, wird natürlich wieder nicht fündig. Ein Kollege, der sich telefonisch bei der IHK München erkundigte, landete gleich (aber erfolglos) im Sekretariat des Hauptgeschäftsführers. Aber vielleicht wollen sich die tapferen Kammerreformer in München und Koblenz auch ein Beispiel an der IHK Stuttgart nehmen. Die hatte, im Jahr 2008 ebenfalls mit der Forderung nach umfassender Veröffentlichung der Wahlergebnisse konfrontiert, ihre ganz Kraft zusammen genommen und beschlossen, diese Thema bei den nächsten Wahlen 2012 erneut zu beraten und zu beschließen. Na, dann…..

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Quelle: Bundesverband für freie Kammern

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LügenBetrügenTäuschen – Vertuschen

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Logo Handwerkskammer

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Handwerkskammerpräsidenten: 40.000 EURO extra als “Aufwandsentschädigung” für´s Ehrenamt kassiert  v. 08.12.2012

Niedersachsen: Handwerkskammerpräsident rechnet 7,5 Stunden Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Beerdigung eigener Sekretärin ab…   v. 12.05.2013

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Die HandwerksKammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützung und ohne Zwangsmitgliedschaft.

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Werden auch Sie FREIWILLIGES Mitglied im  Bundesverband für freie Kammern

Ohne Zusatzbeitrag und ohne Umlage! .


					
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Comments
3 Responses to “Zwangskammern – Demokratisierung kommt nicht voran”
  1. An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.

    Erich Kästner

    “Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.”
    (Albert Einstein )

    Die Freiheit ist wie das Meer: Die einzelnen Wogen vermögen nicht viel, aber die Kraft der Brandung ist unwiderstehlich.
    ( Václav Have )

    Autoverkäufer verkaufen Autos, Versicherungsvertreter Versicherungen. Und Volksvertreter?

    • hans sagt:

      wenn man schon organisiert ist, dann ist die frage wer das böse zulässt sehr berechtigt, wie auch
      die anderen (poesiealbums)sprüche.

  2. hans sagt:

    sind das eigentlich ernstgemeinte Informationen ? Und was soll der lauwarme Erguss bezwecken?
    Aufklärung, Empörung oder ein bischen Einlullen?

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