SPD-Berlin auf Distanz zum Kammerzwang


Die festgefügte Front der Verteidiger des Kammersystems in Deutschland gerät zunehmend ins Wanken. Nachdem die Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen im April diesen Jahres ein Positionspapier vorgelegt hat, in dem die Forderung nach Abschaffung des Kammerzwangs zwar fehlt, in dem aber eine Fülle von grundlegenden Reformen gefordert wird (mehr Demokratie, mehr Transparenz – angesichts des Zustandes der Kammern fast schon revolutionäre Veränderungen), hat nun die Berliner SPD in ihrem Wirtschaftskonzept zur anstehenden Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus ordentlich nachgelegt. Auch hier fehlt (noch) die generelle Forderung nach Verzicht auf den Kammerzwang. Immerhin aber hat man bei der Berliner SPD wohl verstanden, dass dieser Kammerzwang für viele Unternehmen eben keine Unterstützung und Dienstleistung darstellt, sondern eher ein Klotz am Bein ist. Die Berliner SPD fordert daher konsequenterweise die Zwangsmitgliedschaft bei Start-ups für 3 – 5 Jahre auszusetzen. Es gilt nun seitens des bffk, nicht nur in der Berliner SPD, dafür zu werben, dass die Politik versteht, dass der Kammerzwang auch nach 3 – 5 Jahren nach einer Unternehmensgründung für viele Unternehmen nicht attraktiver wird, bzw. das es vor allem für die Zukunft der Kammern selber notwendig ist, diesen alten Zopf abzuschneiden. Denn nur wenn der Kammerzwang fällt, stehen die Kammern selber unter dem Druck, innovativ und effizient ihre Strukturen als moderne und selbstverwaltete Dienstleister der Wirtschaft zu entwickeln.

Quelle:  Bundesverband für freie Kammern

Bleibt zu hoffen, dass dies nicht auch wieder nur einem billigen Stimmenfang dient, um die Macht einzuheimsen. Die Stimme müssen sich die Parteien erst einmal verdienen. Was nicht heisst, dass zu einem Wahlboykott aufgerufen werden soll. Im Gegenteil: Wählt die Kaninchenzüchter-Partei oder macht den Wahlzettel ungültig!

in 2008 war die SPD-Fraktion im Reichstag allerdings noch folgender Meinung:

LügenBetrügenTäuschen – Vertuschen

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Logo Handwerkskammer

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Handwerkskammerpräsidenten: 40.000 EURO extra als “Aufwandsentschädigung” für´s Ehrenamt kassiert  v. 08.12.2012

Niedersachsen: Handwerkskammerpräsident rechnet 7,5 Stunden Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Beerdigung eigener Sekretärin ab…   v. 12.05.2013

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Die HandwerksKammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützung und ohne Zwangsmitgliedschaft.

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Werden auch Sie FREIWILLIGES Mitglied im  Bundesverband für freie Kammern

Ohne Zusatzbeitrag und ohne Umlage! .


					
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Comments
One Response to “SPD-Berlin auf Distanz zum Kammerzwang”
  1. Wie steht denn die Linke dazu?

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