Treibt die Handwerkskammer Köln Metallbaumeister im Rollstuhl in den Ruin?


Ingo Bourguignon lebt zur Zeit als Hausbesetzer in seinem „eigenen Haus“ und wartet auf die Zwangsvollstreckung. Der Arbeitsplatz wurde bereits vergeben und die behindertengerechte Wohnung musste er mangels Masse auch kündigen

Am 01.11.1991 hat Ingo Bourguignon die Meisterprüfung im Metallhandwerk bei der Handwerkskammer zu Köln bestanden. Dadurch hat er sich das Recht erworben das Matallhandwerk selbstständig auszuüben, den Meistertitel zu führen und Lehrlinge auszubilden.

Vor ca. 17 Jahren hat er sich selbstständig gemacht (www.metallbau-koeln.de).

Im Jahr 2000 bekam er die Diagnose, dass er Multipler Sklerose habe.

Ab 200 bekommt Ingo Bourguignon von der deutschen Rentenversicherung Rheinland eine BU-Rente, ab 2004 wurde die Rente vorläufig auf volle Erwerbsminderung umgestellt. Er konnte jedoch 345,- E ohne Abzüge dazu verdienen. Im Falle eines höheren Einkommens wird die Rente um ein bis drei Drittel gekürzt.

Seit ca.2003 sitzt er nun im Rollstuhl, und hat bis zum 10.12.2010 seinen Betrieb mit 15 Mitarbeitern geführt und die Konzession für ihn getragen.

Leider musste Bourguignon am 10.12.2010 das Insolvenzverfahren für die Metallbau Bourguignon GmbH einleiten. Der Betrieb wird am 28.02.2011 vom  Insolvenzverwalter abgewickelt

Da Bourguignon nun arbeitssuchend ist, weder Hartz 4 bekommt und auch nicht  gesetzlich versicherungspflichtig ist, würde er gerne eine neue Anstellung als Meister und Konzessionsträger annehmen.

Zur Zeit hat er die Möglichkeit einen solchen Arbeitsplatz zu bekommen. hierbei handelt es sich um einen Jungunternehmer im Metallbau ohne eigenen Meistertitel. Für diesen Job würde er wenn es sein muss, gar auf seine Rentenansprüche verzichten.

Gestern am 08.02.2011 hatte Bourguignon einen Termin bei der Handwerkskammer  zu Köln um sich als Meister und Konzessionsträger für die neue Firma in die Handwerksrolle eintragen zu lassen. Die Anwesenden:

Zukünftige Arbeitgeber, Herr Stetefeld, Herr Hecking und Frau Hütz von der HWK zu Köln sowie Ingo Bourguignon.

In diesem Gespräch wurde von Herrn Stetefeld ganz klar gesagt, dass  Bourguignon als behinderter Mensch (er kann nicht laufen) kein  Konzessionsträger mehr sein kann.

Bourguignon wurden mündlich alle Rechte aus seinem Meistertitel aberkannt, außer das er den Titel Metallbaumeister noch tragen darf.

Für Bourguignon geht es hier um seine Existenz! in seiner Position als  behinderter Mensch, wird er nicht mehr viele Chancen auf einen Arbeitsplatz bekommen.

Da er die Äußerungen von Herr Stetefeld im höchsten Maße als diskriminierend empfindet, und sich auch keine rechtliche Grundlage für diese Entscheidung finden kann, bittet er seinen Rectsbeistand, ihm so schnell es ihm möglich ist zu helfen (Eilantrag??). Die freie Stelle wird nicht ewig zu vergeben sein, deshalb möchte er noch mal auf die Dringlichkeit der Angelegenheit aufmerksam machen

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> Auszug aus dem Schreiben an seinen Arbeitsvermittler:

 Die zukünftigen Arbeitgeber und ich hatten am 08.02.2010 ein Vorgespräch bei der Handwerkskammer zu Köln bezüglich meiner Einstellung als Metallbaumeister und Konzessionsträger.

In diesem Gespräch wurde es abgelehnt, dass ich als behinderter  Mensch, Konzessionsträger und Betriebsleiter in einem Handwerksbetrieb sein könnte.  (obwohl ich genau das jetzt seit sieben Jahren gemacht habe)  Durch diese Aussage hat mein zukünftiger AG den Antrag bei der Handwerkskammer noch nicht gestellt, da er mich dafür erst  einstellen müsste. Wenn er mich aber vor der Förderungsbewilligung  einstellt, bekommt er meinen Arbeitsplatz nicht mehr gefördert.

 Zur Zeit agiert einer Fachanwältin für Verwaltungsrecht in meinem  Namen gegen diesen mündlichen Entscheid. Leider ist es so, dass wenn wir eine zügige Entscheidung herbei  führen wollen, den Antrag bei der HWK zu Köln stellen müssen um eine rechtliche Grundlage zu schaffen.

Wir benötigen einfach einen schriftlichen Bescheid der HWK um eventuell rechtlich dagegen vor zu gehen. In der Zwischenzeit stapeln sich die Aufträge aus meiner alten Firma,  mindestens drei meiner ehemaligen Mitarbeiter werden entweder Arbeitslos oder stehen nicht mehr zur Verfügung und es wird schon darüber nachgedacht einen Meister einzustellen der nicht behindert ist. Für mich ist das von existenzieller Bedeutung, da mich wohl so schnell kein anderer Arbeitgeber mehr einstellen wird und ich von 750,-? Rente nicht leben kann.

Der Rentenversicherer hat definitiv gesagt ich könnte einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz annehmen, meine Rente würde ich allerdings nicht mehr bekommen sobald ich  zu viel verdienen würde. Aber das wäre mir ja egal, ich möchte nur meine Arbeit machen.

Ich habe am Freitag die Presse aktiviert, die wiederum recherchiert  jetzt bei der HWK zu Köln.

Sollte der Antrag auf Förderung meines Arbeitplatzes genehmigt werden, so würde uns das schon einen entscheidenden Schritt nach vorne bringen.

 Nun soll mir doch mal einer sagen, das es hier in Deutschland einfach ist einen Arbeitsplatz zu finden.

Ich hoffe auf Ihr Verständnis und eventuell auf Ihre Hilfe, bis

dahin verbleibe ich

Gesprächsnotiz vom 15.02.20011

Mein zukünftiger AG hatte gestern ein Gespräch mit Herrn Stetefeld und Herrn Hecking, die haben ihm nochmals unmissverständlich klar gemacht, dass ich als Konzessionsträger für seinen Betrieb nicht in Frage komme.

Er wird keinen Antrag abgeben und einen anderen Meister einstellen.

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Ich könnte jetzt noch einen eigenen Antrag für meinen eigenen Betrieb (neu) stellen, oder gibt es noch einen anderen Weg?

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Gesprächsnotitz vom 18.02.2011

 leider kann ich im Moment nichts machen, da ich (wieder) noch in der Handwerksrolle eingetragen bin muss ich zuerst mein Gewerbe abmelden, dann die Löschung aus der  Handwerksrolle beantragen und dann kann ich erst den neuen Antrag  versenden.

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 Anschreiben an meine RAtin vom 26.02.2011

Im Anhang finden Sie ein Schreiben an Herrn Stetefeld bezugnehmend auf die Gewerbeabmeldung, Löschung der Metallbau Bourguignon GmbH aus der Handwerksrolle  und mein neuer Antrag auf Eintrag in die Handwerksrolle mit allen nötigen Schriftstücken.  Es wäre schön, wenn Sie das Schreiben überprüfen, und – oder abändern und direkt aus ihrer Kanzlei an Herrn Stetefeld, eventuell per Einschreiben, versenden würden!

Bitte auch die Anhänge überprüfen!!!!! Danke

Frage: muss der Antrag im Original zur HWK ?

 Sehr geehrter Herr Stetefeld,

im Anhang finden Sie unsere Gewerbeabmeldung ab dem 01.03.2011, wir möchten Sie bitten unseren Betrieb, die Metallbau Bourguignon GmbH aus der Handwerksrolle zu löschen bzw. auf meinen neuen Betrieb (den Antrag finden Sie im  Anhang) um zu schreiben. Da ich am 01.04.2011 eröffnen möchte, bin ich Ihnen für ein zügiges bearbeiten Ihrerseits im voraus schon sehr dankbar. Sollten Ihnen irgendwelche Unterlagen oder Informationen fehlen, so bitte ich Sie diese zügig bei mir anzufordern.

 Die Gebühren von 120,-? wurden bereits überwiesen.

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Letzter Versuch vom 31.03.2011 Anmschreiben an die HWK zu Köln

 Sehr geehrter Herr Stetefeld,

zur Info welche Tragweite Ihre Entscheidung bei einem negativen Bescheid auslösen wird und schon ausgelöst hat:  Seit Januar 2011 könnte ich in einer festen Anstellung bei der Firma XY sein und jeden Monat ca. 2000,-? verdienen. Hier haben wir jetzt schon einen Verdienstausfall von ca.6000,-?.

Jeder weitere Monat, den ich  nicht arbeiten kann, verliere ich mein Monatsgehalt. Mit der Rentenversicherung habe ich bereits Kontakt aufgenommen und die haben nichts dagegen,  wenn ich hinzu verdiene bzw. meine Rentenansprüche für die Zeit in der ich arbeiten kann, nicht einfordere. Zusätzlich muss ich mich bedingt durch Ihre mündliche Absage auch noch jeden Monat für 650,-? privat kranken versichern, Kosten für mich 1950,-?

Meine RAin, die ich auch bedingt durch Ihre mündliche Absage beten musste, mich anwaltlich zu vertreten, kostet mich auch ca. 2000,-?

Mein finanzieller Verlust beläuft sich bis jetzt auf ca. 9950,-?

Da ich außer meiner Rente kein Einkommen habe, weil kein Amt (Arbeitsamt, Arge, Sozialamt) für mich zuständig erscheint, war ich gezwungen meine privaten Gegenstände zu verkaufen. Leider ist nicht mehr viel übrig, von dem was ich verkaufen kann.

Durch die Insolvenz der Metallbau Bourguignon GmbH muss ich auch mein Haus verkaufen, aus dem Erlös würden wahrscheinlich alle priv. Gläubiger befriedigt. Zum 01.05.2011 habe ich mir eine behindertengerechte Wohnung angemietet, wenn Sie den Antrag negativ bescheiden, werde ich mir diese Wohnung nicht leisten können.

Das hat zur Folge, dass ich in dem Haus wohnen bleiben muss und dieses zwangsversteigert wird. Bei einer Zwangsversteigerung wird der Erlös nicht mehr ausreichen um alle priv. Gläubiger zu bedienen. Zwangsläufig werde ich durch diesen Umstand in die Privatinsolvenz gehen müssen.

Sie sagten in unserem ersten Gespräch in der HWK, das ich Ihnen hätte mitteilen müssen, dass ich auf einen Rollstuhl angewiesen bin, aber was hätten Sie dann getan? Hätten Sie einen gut laufenden Ausbildungsbetrieb geschlossen? Was ist mit all den Gesellen die ich in dieser Zeit ausgebildet habe, haben die jetzt alle keinen Facharbeiterbrief mehr?

Im übrigen war die HWK über meinen körperlichen Zustand unterrichtet, da mein Unternehmensberater  Herr Dr. XY und ich persönlichen Kontakt mit Ihrer Abteilung für Unternehmensberatung hatten. Zusätzlich wollte die Handwerkskammer zu Köln auch das  Darlehen über ca.90.000,- für Investitionen im Betrieb fördern, also kann es doch wohl nicht sein, dass man als behinderter Mensch keinen Betrieb führen darf. Zumal ich meinen Betrieb 7 Jahre aus dem Rollstuhl geführt habe. Da wir nicht mehr in der Steinzeit leben, war die Stadt Köln so freundlich meinen Arbeitsplatz mit allem nötigen Equipment auszustatten, welches man für die Führung eines Metallbaubetriebes benötigt, hier wurden über die letzten 5 Jahre ca. 100.000,-? Zuschüsse bezahlt, damit ich meinen Pflichten als  Metallbaumeister nachkommen kann.

Da ich meinen Beruf kann und auch liebe, möchte ich Sie hiermit nochmals eindringlich bitten, den Bescheid positiv zu genehmigen.

Mit freundlichen Grüßen

 Ingo Bourguignon

So wie es in dem letzten Schreiben geschrieben ist, ist es auch gekommen.

Ich lebe z. Zt. als Hausbesetzer in meinem „eigenen Haus“ und warte auf die Zwangsvollstreckung.

Der Arbeitsplatz wurde bereits vergeben und die behindertengerechte Wohnung musste ich mangels Masse auch kündigen.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bourguignon

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Das Handwerk – die Wirtschaftsmacht von nebenan – http://www.handwerk.de // ist doch nett oder???

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.behindertenbeauftragter.de_cln_115_nn_1039258_sid_53 .

Ablehnung meines Antrags

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Hier geht es zur Facebook-Gruppe von Ingo:    HWK Köln treibt Rollstuhlfahrer Ingo Bourguignon in den Ruin


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Die HandwerksKammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützung und ohne Zwangsmitgliedschaft.

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Werden auch Sie FREIWILLIGES Mitglied im  Bundesverband für freie Kammern

Ohne Zusatzbeitrag und ohne Umlage! .

 

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    • Kammerspartakus unterstützt den Bundesverband für freie Kammern im Kampf gegen den Kammerzwang
      Unterstützen auch Sie den BffK. Ab 50,- € im Jahr ( Betrag wird direkt mit dem BffK ausgehandelt ) veröffentlicht Kammerspartakus Ihr Firmenlogo mit Verlinkung zu Ihrer Website Auf der Startseite von KAMMERSPARTAKUS.
    • BEREITS BETEILIGT HABEN SICH

                                                                                                                                                                        

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