IHK Trier – „Rössel-Sprung“: Hauptgeschäftsführer Rössel wechselt nach Koblenz


Arne Rössel, seit 11 Jahren Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer in Trier, wurde am Mittwoch, dem 21.09.2011, mit Mehrheit von der Vollversammlung der IHK Koblenz zu deren neuem Geschäftsführer bestellt. Arne Rössel (47) ist Diplom-Volkswirt und stammt aus Hamburg. Er ist verheiratet und hat vier Kinder. Rössel ist seit dem 1. Januar 2001 Hauptgeschäftsführer der IHK Trier und Federführer der Arbeitsgemeinschaft der rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern. Vorher war er Bereichsleiter bei der Handelskammer Hamburg. Es folgten dann Tätigkeiten als Regionalgeschäftsführer Allgäu der IHK Schwaben und als Referent der IHK Karlsruhe.

Sehr teure Zwangsmitgliedschaft bei der IHK Trier

Arne Rössel wechselt nun zur IHK Koblenz. Das ist klasse! Erinnern wir uns: Die IHK Trier hat eine zwangsweise eingeführte Zwangsgebühr für ihre Zwangsmitglieder auf den Gewinn von 0,36 % gehabt. Das war fast dreimal so hoch wie bei der IHK Koblenz mit 0,13 %. Auf Drängen und aufgrund von Aktivitäten der Techni-Firmengruppe hat sich schlussendlich die IHK Trier zumindest etwas bewegt und den Satz auf 0,27 % ab 2012 reduziert. Gleichzeitig reduzierte die IHK Koblenz den Satz auf 0,09 %. Das heißt, Firmen im IHK-Trier-Bereich müssen immer noch dreimal so viel berappen wie Firmen im Einzugsbereich der IHK Koblenz. Wer eine profitable Firma mit Sitz in Kelberg hat, bezahlt dreimal so viel, als wenn die gleiche Firma wenige Kilometer östlich in Ulmen angesiedelt wäre.

In Trier hat man schlecht gewirtschaftet

Die IHK Trier hat seit Jahrzehnten schlecht gewirtschaftet. Man muss sich allerdings auch fragen, warum Herr Arne Rössel, seit 11 Jahren in Trier im Amt, sich nicht schneller und stärker für eine Renovierung und Erneuerung der IHK Trier eingesetzt hat. Die IHK Trier hat etwa 28‘000 Zwangsmitglieder, die IHK Koblenz etwa 90‘000 Zwangsmitglieder. Wahrscheinlich wird Herr Rössel bei der IHK Koblenz noch mehr verdienen als bei der IHK Trier. Gut so, denn sonst hätte er nicht den Wechsel betrieben.

Koblenz macht es besser, oder?

Die EAZ Eifelzeitung brachte bereits vielfach die Information, dass nämlich die IHK Trier nicht nur zu teure Gebäude und Einrichtungen realisiert hat, sondern auch über 5 Millionen Euro an Pensionsrückstellungen auf Kosten der Zwangsbeitragszahler aufgebaut hat. Der spätestens ab 1. April 2012 neue IHK-Koblenz-Hauptgeschäftsführer und Alt-Geschäftsführer der IHK Trier Arne Rössel wird hoffentlich ganz schnell bei seiner Arbeit bei der IHK Koblenz lernen, wie eine IHK Koblenz mit weniger Zwangsgeld-Belastung für die Zwangsmitglieder auskommen kann als die IHK Trier. Vielleicht kann binnen möglichst ganz kurzer Zeit Arne Rössel aus seinen Erfahrungen in Koblenz den Trierer Kollegen konkrete Vorschläge machen, wie man dramatisch Kosten sparen kann und damit den Weg öffnet für dramatische Senkungen der Zwangsmitglieder-Beiträge.

IHK Trier auflösen?

Die Argumentation, dass die IHK Koblenz dreimal so viele Zwangsmitglieder hat wie die IHK Trier, ist für das Kostenbewusstsein überhaupt nicht stichhaltig. Wenn dies dann so sein sollte, dann hat sich das Thema IHK Trier sozusagen selbst ad acta gelegt, und damit wird zugegeben, dass größere Einheiten es eben wirtschaftlicher machen können. Dass dies bei der IHK Trier aber nicht der Fall ist, liegt auf der Hand und ist begründet in der Ausgabewut aller Geschäftsführer und Präsidenten der letzten Jahrzehnte. Vielleicht macht es auch Sinn, die IHK Trier aufzulösen und in die IHK Koblenz zu integrieren. Das müsste natürlich mit Personalabbau verbunden sein, damit sich insgesamt die Kosten senken lassen und nicht durch solch eine Fusion die Zwangsmitglieder im Bereich der IHK Koblenz auf einmal mehr bezahlen müssen.
Kritische Worte zur

Legitimation der Vollversammlung der IHK-Koblenz

Der IHK-Zwangsmitgliedschafts-Kritiker Kai Boeddinghaus (er ist für freie Kammern) sagte zum Thema ‚neuer Hauptgeschäftsführer bei der IHK Koblenz‘, der am 21.09.2011 von der Vollversammlung der IHK Koblenz gewählt wurde: „Zur Erinnerung, das ist die Vollversammlung, deren Wahl wegen erwiesener Manipulation aktuell wiederholt werden muss. Juristisch ist die momentane Vollversammlung handlungsfähig. Von einer demokratischen Legitimation kann allerdings keine Rede sein. Die Versprechungen von einem demokratischen Neuanfang in Koblenz werden so zu einer völligen Farce. Die neu zu wählende Vollversammlung bekommt von der wegen der Manipulation scheidenden Versammlung noch schnell einen Hauptgeschäftsführer aufs Auge gedrückt. Tatsächlich zeigt auch ein Blick auf die Liste der Kandidatinnen und Kandidaten, dass nicht für eine Person hier klar wird, wer da mit welchem Inhalt, welchem Programm und welcher Idee für das Amt in der Vollversammlung der IHK Koblenz antritt. Nur die Namen und die Firmenbezeichnung zu veröffentlichen, ist lächerlich und spottet jedem demokratischen Anspruch Hohn. Die wichtigste mögliche Personalentscheidung – die Wahl des Hauptgeschäftsführers – nun vor der Neuwahl der Vollversammlung abzuwickeln, passt zu diesem schlechten Stil und zeigt: von einem wirklichen Neuanfang ist die IHK Koblenz weit, weit entfernt.“ Soweit der Kommentar von Kai Boeddinghaus.

Erinnern wir uns: Es gab Zeiten bei der IHK Trier, wo unterlegenen Vollversammlungs-Kandidaten auch auf Anfrage nicht mitgeteilt wurde, wie viele Stimmen sie denn überhaupt erhalten haben. A propos Stimmen: Bei der letzten IHK-Trier-Wahl sollen noch nicht einmal 12 Prozent der Berechtigten ihre Stimme überhaupt abgegeben haben. Da müssen sich die IHK-Oberen – im übrigen in ganz Deutschland – einmal fragen lassen, wie es denn mit der Beziehung der Zwangsmitglieder zu ihren IHKs überhaupt aussieht.

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Quelle: EIFEL-ZEITUNG

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Ist das der Rössel-Sprung, der in die IHK-Geschichte eingeht?

LügenBetrügenTäuschen – Vertuschen

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Logo Handwerkskammer

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Handwerkskammerpräsidenten: 40.000 EURO extra als “Aufwandsentschädigung” für´s Ehrenamt kassiert  v. 08.12.2012

Niedersachsen: Handwerkskammerpräsident rechnet 7,5 Stunden Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Beerdigung eigener Sekretärin ab…   v. 12.05.2013

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Die HandwerksKammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützung und ohne Zwangsmitgliedschaft.

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