Handwerkskammer Trier: Mitgliederverdummung?


„Mit einem durchschnittlichen Beitrag von 212 Euro erhebt die Handwerkskammer Trier einen der günstigsten Beiträge bundesweit. Rund 60 Prozent der Betriebe zahlen maximal 150 Euro pro Jahr.“

So berichtet die HWK Trier am 26.4.2006 auf deren Webseite. Und so ist es übrigens  auch heute noch nachzulesen. Dies lässt „Unkundige“ schnell dazu in den Glauben leiten, dass sich unter den Mitgliedern der HWK Trier ein sehr “großer“ Anteil beitragsfrei gestellter Mitglieder befindet. Die Beitragsfreiheit gilt jedoch nur für Existenzgründer, deren Gewinn aus Gewerbebetrieb 26.000 € nicht übersteigt. ( §113 Abs 2 HWO ). Und dies gilt auch nur für Betriebe, die Ihr Gewerbe ab dem Jahr 2003 gegründet haben. Woher also nimmt die HWK Trier solch eine Behauptung?

Fakt ist: Selbst wer keinen Gewinn –  oder gar Verlust macht – wird zum,  von der HWK veranschlagten, Grundbeitrag herangezogen.

Um allerdings der Zahl von 60 Prozent einmal Nachdruck zu verleihen, ist ebenso Fakt, dass die Handwerkskammer Trier laut Volksfreund.de vom 25.März 2010 die Beiträge um 60 % erhöht hat.

Versucht  man nun auf den Seiten der HWK Trier über die Suchfunktion den aktuellen Kammerbeitrag 2012 oder 2011 oder früher ausfindig zu machen, stößt man lediglich auf Berichte aus dem Jahr 2008 ohne detaillierte Angaben, in denen der Beitrag der HWK Trier als einer der bundesweit Niedrigsten angepriesen wird.

Der tatsächliche Beitrag jedoch ist sehr zeitaufwendig, mit sehr viel Mühe und einer Portion Glück in einem Pressebericht des „Deutsches Handwerksblatt“  zu entnehmen. Wie lange der Link allerdings noch Bestand hat, ist allerdings sehr fragwürdig. Viele wichtige Dinge, wie, u. a.  auch die „Wahlbekanntmachungen“ und die Veröffentlichung der „Wahlergebnisse“ – seit Bestehen der Handwerksordnung, 1953 fanden übrigens erst drei Mal Wahlen statt – werden nicht auf den Webseiten der Handwerkskammern veröffentlicht, sondern in deren Handwerker-Print-Medien., die übrigens wohl auch von den allerwenigsten Unternehmern zur Kenntnis genommen werden.

Dies ist allerdings bei sehr vielen der 53 Handwerkskammern Gang und Gebe was auf keinen Fall deren Intransparenz entschuldigen soll!

Anders sieht es bei den Industrie- und Handelskammern aus, die in ihren Wirtschaftssatzungen nicht nur ihren Haushaltsplan, sondern auch für jedermann zugänglich, die Kammer-Beiträge veröffentlichen. Was wiederum auch nicht verhehlen soll, dass es den Industrie- und Handelskammern an Transparenz und Demokratieverständnis mangelt!

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Zu den Berichten der HWK Trier bitte  H I E R  klicken

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siehe auch:

Zwangsvollstreckungen: fehlerhaft und unsozial

Mit einem Bein im Knast

Die verlogene Beitragsgerechtigkeit der Zwangskammern

Kammerkrake Handwerkskammer ( Koblenz ) schlägt erneut zu

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LügenBetrügen – Täuschen – Vertuschen

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Logo Handwerkskammer

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Handwerkskammerpräsidenten: 40.000 EURO extra als “Aufwandsentschädigung” für´s Ehrenamt kassiert  v. 08.12.2012

Niedersachsen: Handwerkskammerpräsident rechnet 7,5 Stunden Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Beerdigung eigener Sekretärin ab…   v. 12.05.2013

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Die HandwerksKammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützung und ohne Zwangsmitgliedschaft.

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Comments
One Response to “Handwerkskammer Trier: Mitgliederverdummung?”
  1. sobermaier sagt:

    WOW auf den Punkt gebracht. Gerechte Beiträge. Wenn Beiträge.

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