IHK: Stell dir vor, Es sind Wahlen und keiner geht hin


Der kleine Unterschied bei den Industrie- und Handelskammern zu den Handwerkskammern:

Was die Handwerkskammern betrifft, so ist das Thema in wenigen Sätzen abgeschlossen.

Hier wird den Mitgliedsbetrieben die Qual der Wahl abgenommen. Es finden ganz einfach keine Wahlen statt. Genauer gesagt: Seit 1953, dem Bestehen der Handwerksordnung, wurde lediglich drei Mal gewählt. Daher wurden nun auch bei den Handwerkskammern in Hamburg und Hildesheim Klagen gegen die nicht stattgefundenen Wahlen eingereicht. Bei den Handwerkskammern besteht auch keinerlei Interesse überhaupt Wahlen stattfinden zu lassen. Die Vollversammlung wird einfach intern „ausgeklüngelt“.

Bei den Industrie- und Handelskammern sieht es ein wenig anders aus. Hier finden tatsächlich Wahlen der Vollversammlungsmitglieder statt. Allerdings mit einem ausgeklüngeltem Wahlsystem, was nicht nur schwer durchschaubar ist – dass der Handwerkskammern ist noch „dubioser“-  sondern auch ein Ungleichgewicht der Mitgliedsbetriebe beinhaltet. Dies hat unter anderem zur Folge, dass kleine und mittlere Mitgliedsbetriebe weit weniger Einfluss auf Entscheidungen haben, als eben Banken und Konzerne, die die Richtungen weisen..

Die IHKn geben sechstellige Summen für Wahlwerbung und Wahlbekanntmachungen aus. Das Manko dabei: Die wirklich allerwenigsten Mitgliedsbetriebe interessiert die Kammer-„Wirtschaft“. Dies mach sich auch an den Wahlbeteiligungen bemerkbar.

So bejubelt der IHK-Hauptgeschäftsführer Georg Schnelle von der IHK Oberfranken die Wahlbeteiligung von 16,7 %, bei 46.000 Mitgliedsbetrieben, mit der Aussage, es sei für BRD ein „Spitzenwert“.  Beteiligten sich  sich 2007 lediglich 4,7%  von über 260.000 Mitgliedsbetrieben an den Wahlen in Berlin, so waren es zuletzt in Hannover bei über 140.000 Mitgliedsbeterieben immerhin schon „schlappe“ 5,1 %.

In Berlin allerdings hat sich eine Gruppe initiiert, die sich zum Vorsatz gemacht hat die IHK nach den Wahlen grundlegend zu reformieren und gar den Kammerzwang auf die Tagesordnung zu bringen.

Momentan wird sehr häufig über das mangelnde interessse der IHK-Wahlen berichtet – Zur Erinnerung: Die Handwerkskammern lassen es erst gar nicht zu „Wahlen“ kommen – und rechtfertigen ihre „Schatten“-Legitimität salopp gesagt damit: Anstatt zu „meckern“, beteiligt euch an den Wahlen. Es wird auch immer mit den tausenden ehrenamtlichen Mitarbeitern argumentiert, ohne die die deutsche „Kammerwirtschaft“ zusammenbrechen würde. Ganz ausser Acht lassend, dass auch bei einm Sport- und Hühnerzüchterverein Menschen ehrenamtlich tätig sind. Und diese Vereine beruhen auf Freiwilligenbasis und funktionieren!

Nach demokratischen Prinzipien.

Und wie ehrenamtlich z.B. das Amt eines Kammerpräsidenten ist? Darüber schweigen die Kammern. Denn: Es ist bei weitem nicht so ehrenamtlich, wie es so der Öffentlichkeit dargelegt wird. Und zu belegen, wie (un-) ehrenamtlich nun dieses „Pöstchen“ in Wirklichkeit ist,… auch darüber hüllen sich die Kammern in Schweigen.

Also: was verspricht man sich von einer Organisation, deren Strukturen,  eher denen der DDR-Volkskammer ähneln?

Nichts!

Seit Jahren kämpfen Mitglieder bundesweit, vernetzt unter dem Dach des Bundesverband für freie Kammern, für die Demokratisierung in den Kammern. Auch die Politik wird aufgerufen hier endlich tätig zu werden und die Mißstände abzuschaffen.

Aber was verlangt man von einer „Regierung“ deren Zustände denen des Sudan, Tschad un Syrien näher stehen, als denen einer wirklichen Demokratie?

Es gibt auch tatsächlich Vollversammlungsmitglieder, die den Schneid haben un öffentlich bekunden was die Vollversammlungen für Abnickvereine sind und ziehen ihre Konsequenzen, indem sie der Vollversammlung den Rücken kehren.

siehe:

Weiter IHK Vollversammlungsmitglied? NEIN – DANKE

IHK-Vollversammlungsmitglied hat Nase voll und verweigert Teilnahme an Sitzungen

IHK Heilbronn – Abkehr von demokratischer Transparenz

IHK Heilbronn: Transparenz = Abschaffung der Pressefreiheit

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LügenBetrügen – Täuschen – Vertuschen

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Logo Handwerkskammer

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Handwerkskammerpräsidenten: 40.000 EURO extra als “Aufwandsentschädigung” für´s Ehrenamt kassiert  v. 08.12.2012

Niedersachsen: Handwerkskammerpräsident rechnet 7,5 Stunden Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Beerdigung eigener Sekretärin ab…   v. 12.05.2013

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Die HandwerksKammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützung und ohne Zwangsmitgliedschaft.

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