Der Ikarus der Wirtschaftsprüferkammer


Das war schon bemerkenswert. Zunächst erreichte der Verband wp.net eine überfällige Reform des Wahlrechtes in der Wirtschaftsprüferkammer. Statt den üblichen Präsenzwahlen, bei denen regelmäßig die Mitarbeiter der großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften mit Bündeln von Vollmachten für eine solide Mehrheit des Establishments sorgten, wurde ein Briefwahlsystem eingeführt. Vollmachten gab es damit auch nicht mehr.
Wp.net bemühte sich zunächst noch eine gemeinsame Liste mit der alten Riege, scheiterte aber dann mit diesem Anliegen. Nach einem intensiven Wahlkampf, in dessen Verlauf der Verband wp.net auch Mitglied im bffk wurde, gewannen die Neulinge eine große Mehrheit in der neuen Kammerversammlung. Von da an geschah merkwürdiges. Zunächst trat wp.net nach weniger als 4 Wochen aus dem bffk wieder aus. Wp-net-Vorstand, Michael Gschrei, legte sein Amt im Verband nieder und avancierte zum Präsidenten der Wirtschaftsprüferkammer. Zeitgleich übernahm er auch das Amt des Landespräsidenten in Bayern.
Wer nun auf besondere Reformen im Hinblick auf die bekannten strukturellen Mängel in den Kammern gehofft hatte, sah sich enttäuscht. Genauso wenig wie die vollständigen Wahlergebnisse finden sich z.B. die Bilanzen oder Jahresabschlüsse der Kammer auf den Internetseiten. Auch wer sich für Geschäftsführergehälter oder Aufwandsentschädigungen interessiert, wird nicht fündig.

Nach nur einem halben Jahr aber verabschiedete sich Michael Gschrei im März 2012 wieder als Präsident der Kammer mit einer dürren nichtssagende Mitteilung. Ein wenig länger hielt er sich noch an der Spitze der Bayerischen Landeskammer, bis er auch dort abgelöst wurde. Der „Ikarus“ der Wirtschaftsprüferkammer landete so schnell wie er gestartet war. Es wäre sehr zu wünschen, wenn sich die neuen Verantwortlichen nicht nur auf die berufsspezifischen Probleme der Wirtschaftsprüferkammer im Blick hätten, sondern sich auch den üblichen Strukturdefiziten ihrer Kammer widmen würden.

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Die HandwerksKammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützung und ohne Zwangsmitgliedschaft.

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Werden auch Sie FREIWILLIGES Mitglied im  Bundesverband für freie Kammern

Ohne Zusatzbeitrag und ohne Umlage! .

 


					
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