Bundesärztekammer – Selbstverwaltung versus Selbstkontrolle


Zu den Aufgaben der berufsstständischen Kammern gehört u.a. auch eine „Ausübung einer Berufsaufsicht“. Damit haben diese Kammern erheblich mehr Durch- und Eingriffsmöglichkeiten auf ihre Mitglieder als dies z.B. den Industrie- und Handelskammern möglich ist.

Wie schlecht aber auch im System dieser Berufskammern die Selbstverwaltung und erst recht die Selbstkontrolle funktioniert, dass führen gerade die Ärzte vor. Ganz offensichtlich ist es der Ärzteschaft über Jahre nicht gelungen, Strukturen zu entwickeln, die Missbräuchen und Missständen in der Transplantationsmedizin erfolgreich verhindern konnten. Beim Blick auf die handelnden Personen und Strukturen dieser Selbstverwaltung wird deutlich, warum das so ist.

In Deutschland beherrschen – neben der privaten internationalen Organisation Eurotransplant – vor allem drei Organisationen das Feld : die Deutsche Transplantationsgesellschaft, die Deutsche Stiftung Organtransplantation, und die Bundesärztekammer mit ihrer Ständigen Kommission Organtransplantation. Und schon ein oberflächlicher Blick auf die dort vertretenen Personen macht deutlich, wo die Schwachstellen liegen. Das fängt mit der Bundesärztekammer an, auf deren Internetseite man zunächst, wenn wundert’s, vergeblich nach einer Mitgliederliste dieser Kommission sucht.  (Nach insgesamt vier Telefonaten wird nun eine schriftliche Anfrage geprüft, ob diese Liste übermittelt wird oder nicht.) Selbstverständliche Transparenz, leider typisch für einen Kammerapparat, – Fehlanzeige. Dass die handelnden Personen in führender Position bei der  Deutsche Stiftung Organtransplantation und der  Deutschen Transplantationsgesellschaft (Prof. Dr. Wolf O. Bechstein, Prof. Dr. Björn Nashan) dieselben sind und beide nach Informationen der Tageszeitung „die taz“ auch Mitglieder der  Ständigen Kommission Organtransplantation bei der Bundesärztekammer sind,  macht klar, dass dieser  für Kammern typische Filz jedweder Reform im Wege steht. Wenn jetzt der Präsident der Bundesärztekammer Frank Ulrich Montgomery, der nebenbei auch noch Präsident der Ärztekammer in Hamburg ist,  polizeiliche Kompetenzen“ für die Selbstverwaltung einfordert, um sich selbst zu beaufsichtigen, dann wird deutlich, dass angesichts des völligen Versagens einer wirksamen Berufsaufsicht jetzt daraus auch noch ein weiterer Bedeutungsgewinn gezogen werden soll. Die Bundesärztekammer ist nämlich nichts anderes als eine „Arbeitsgemeinschaft“ der Landesärztekammern.  Wer hier jetzt „polizeiliche Kompetenzen“ will, der versucht zunächst nur sich selber aufzuwerten ohne die verfilzten Strukturen anzutasten.
Dass eine Präsens hochrangiger Ärzte-Kammer-Funktionäre eher einen Schutzschirm der Selbstverwaltung darstellt als eine wirksame Selbstkontrolle ermöglicht, mag auch die Präsens zweier ehemaliger Funktionäre der Bundesärztekammer, Prof. Dr. med. Dr. h.c. Karsten Vilmar  und Prof. Dr. med. Christoph Fuchs (Hauptgeschäftsführer i.R. der Bundesärztekammer), im Stiftungsrat der Deutschen Stiftung Organtransplantation verdeutlichen.

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Quelle: Bundesverband für freie Kammern

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John Virapen — Ex-Geschäftsführer eines der weltweit führenden pharmazeutischen Unternehmen Eli Lilly: „Wenn Sie meinen, die Pharmaindustrie bringt Medikamente auf den Markt, um Ihnen zu helfen,… forget it“!  ( nach zwei Minuten )

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 ügenBetrügen – Täuschen – Vertuschen

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Logo Handwerkskammer

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Handwerkskammerpräsidenten: 40.000 EURO extra als “Aufwandsentschädigung” für´s Ehrenamt kassiert  v. 08.12.2012

Niedersachsen: Handwerkskammerpräsident rechnet 7,5 Stunden Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Beerdigung eigener Sekretärin ab…   v. 12.05.2013

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Die HandwerksKammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützung und ohne Zwangsmitgliedschaft.

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Werden auch Sie FREIWILLIGES Mitglied im  Bundesverband für freie Kammern

Ohne Zusatzbeitrag und ohne Umlage! .


					
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Comments
One Response to “Bundesärztekammer – Selbstverwaltung versus Selbstkontrolle”
  1. gold price sagt:

    „Es ist richtig und wichtig, dass nach dem Beschluss des Europäischen Parlaments die bewährten Strukturen der Transplantationsmedizin in Deutschland erhalten bleiben und nicht grundlos zerschlagen werden“, erklärte Dr. Martina Wenker, Mitglied der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer, nach der Abstimmung der Europaabgeordneten über den Richtlinienentwurf zu Qualitäts- und Sicherheitsstandards für zur Transplantation bestimmte menschliche Organe [KOM (2008) 818] und den Aktionsplan der EU-Kommission. Die vom deutschen Gesetzgeber beauftragten nicht-staatlichen Institutionen wie die Bundesärztekammer arbeiteten bereits mit hoher Fachkenntnis und Flexibilität. Die zunächst diskutierte Einrichtung einer nationalen Behörde zur Überwachung von Organspenden und Organtransplantationen hätte lediglich zu mehr Bürokratie geführt, nicht aber den Mangel an Organen behoben. „Insofern gilt es dem Europäischen Parlament für sein Augenmaß zu danken. Außer Frage steht aber, dass die hiesigen Strukturen angesichts des Mangels an Spenderorganen weiter optimiert werden müssen“, betonte Wenker, die auch Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen ist. So habe bereits der 110. Deutsche Ärztetag vor gut drei Jahren gefordert, Transplantationsbeauftragte flächendeckend in den Kliniken zu etablieren.

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