Kampf gegen Handwerkskammer-Willkür


„Die Handwerkskammern würgen mit der Zwangsmitgliedschaft uns Innungen ab“, so Gotthard Schramm, Betriebswirt des Handwerks, stellvertretender Obermeister der Schreinerinnung Coburg-Neustadt, und zugleich Mitglied im Bundesverband für freie Kasmmern.

Nun regt sich auch massiver Widerstand in der Dessau-Roßlauer Innung. Die Mehrheit der Obermeister reagierte mit Bestürzung auf das Ausmaß der Willkür der Handwerkskammer Halle/Saale,

in dessen Kern es um die Zerschlagung der Kreishandwerkerschaft geht. Das ist aus Sicht der Innungsobermeister ein gezielter Konfrontationskurs gegen die engagiert arbeitenden Ehrenamtsträger in den Innungen.

Der Wochenspiegel sprach dazu mit dem Kreishandwerksmeister Karl Krökel.

Worum geht es denn bei diesem Streit?

Es ist ein offenes Geheimnis, dass den Innungen einfach die Mitglieder weglaufen. 95% der Wittenberger Handwerker hatten den Innungen den Rücken gekehrt. Verblieben sind 100 Mitgliedsbetriebe – man war nicht mehr überlebensfähig. Daher fand am 14. Februar 2007 die Fusion der Kreishandwerkerschaften Dessau-Roßlau und Wittenberg statt, was mit einem schwierigen Start verbunden war. Obwohl die Fusion mit gewaltigen Altlasten, wie z.B. einem völlig überdimensionierten Mitvertrag zum, Haus des Handwerks ( Eigentümer ein wittenberger Obermeister ) verbunden war, schluckten die Dessauer Handwerker die bittere Kröte. Auch wenn Transfers zu leisten waren.

Das hat uns letztlich mit geschadet und wir konnten keinen Geschäftsführer mehr bestellen, was die Aufbauarbeit zusätzlich erschwerte. Trotzdem haben wir in den letzten 5 Jahren sehr viel erreicht – wir sind auch in Wittenberg wieder ein geachteter Partner für Politik und Verwaltung. Erst als wir zu Beginn des Jahres 2012 – das Auslaufen des Mietvertrages zum 30. September 2012 thematisierten und mit einer offenen Diskussion zur Zukunft des Haus des Handwerk verbinden wollten, wurde nicht mehr mit uns gesprochen und an allen Gremien der Kreishandwerkerschaft vorbei ein Antrag an die Handwerkskammer gestellt, mit der Bitte um Unterstützung bei der Rückfusion. Sachliche Gründe wurden nicht genannt. Die Handwerkskammer hat sich nun auf dieses Spiel eingelassen, obwohl sie aus unserer Sicht nicht Teil der Lösung sondern Teil des Problems ist.

Wie geht denn die Handwerkskammer jetzt vor?

Unter Leitung der Handwerkskammer, die für den 27. September 2012 eine Mitgliederversammlung einberufen hat,sollen nun Varianten über künftige Grenzen der Kreishandwerkerschaft mit den Obermeistern diskutiert und entschieden werden, was die Kreishandwerkerschaft als einen enormen Eingriff in die Selbstverwaltung betrachtet. Zumal die Obermeister für den 25. Oktober 2012 eigenständig eine ausserordentliche Mitgliederversammlung einberufen hat, um sich gemäss ihrer eigenen Satzung dem Thema zu stellen.

Das soll offenbar verhindert werden, da für eine Satzungsänderung in unserer Kreishandwerkerschaft (darauf läuft es bei einer Zerschlagung der Kreishandwerkerschaft hinaus) eine Mehrheit von 75% erforderlich ist. Da klar ist, dass diese Mehrheit nicht zustande kommt, werden andere Tricks hervorgezaubert.

Karl Krökel spricht von einer unverantwortlichen Weise, wie der Kammerpräsident mit seinem Interview in der DHZ ( Deutsche Handwerkerzeitung ) vom 14. September 2012 – getreu dem Motto „Haltet den Dieb“ – eine Pressekampagne losgetreten und ein Zerrbild von dem abgegeben hat, was tatsächlich abgelaufen ist. Tiefe Unkenntnis aus jedem Satz wirft Obermeister Krökel dem Kammerpräsident vor, denn Kammerpräsident Thomas Keindorf sei sehr wohl darüber informiert, dass die Wittenberger Obermeister den Dessauer Obermeistern, trotz Aufforderung,  bis heute nicht einen einzigen Grund für eine Rückfusion geliefert haben.

 Es trifft einfach nicht zu, wenn er in dem Interview über schwelende Auseinandersetzungen spricht. Es hat noch keine einzige Auseinandersetzung gegeben, sondern Gespräche zwischen Kammer und Wittenberg, deren Inhalt wir nicht kennen. Jetzt will uns die Kammer zur „Besten Lösung“ verhelfen. Ich habe mich nicht freiwillig selbständig gemacht um mich freiwillig dieser Zwangswillkür auszusetzen.
Es klingt wie ein Hohn, wenn Keindorf sich hinstellt und rausposaunt, dass innerorganisatorische Fragen schnell zu lösen sind, um uns auf die eigentlichen Aufgaben konzentrieren zu können. Es fällt ihm scheinbar schwer zwischen ehrenamtlichen Engagement und Intrigenwirtschaft zu unterscheiden.

Lässt sich die Kreishandwerkerschaft das gefallen?

Krökel und seine Handwerksobermeister-Kollegen aus Dessau gebensich kämpferisch und spricht von einen schweren Kampf als selbstständig, ehrenamtlicher Handwerker  gegen einen Apparat ( Handwerkskammer ) der zunehmend auf Selbsterhalt gerichtet ist. Weil die Handwerkskammer zudem den vom Gesetzgeber zugebilligten Handlungsrahmen der Rechtsaufsicht gemäß § 75 Handwerksordnung überschreitet, was die eigenständige Einberufung der Mitgliederversammlung betrifft, haben die Dessauer Beschwerde eingelegt. Gleichzeitig wurde die Rechtsaufsicht im Wirtschaftsministerium eingeschaltet, um dem rechtswidrigen Handeln der Handwerkskammer Einhalt zu gebieten. Werden allerdings keine Konsequenzen gezogen, sind Innungsaustritte und die damit verbundene Schliessung von mindestens zwei Innungen vorprogrammiert
.

.

Quelle: Wochenspiegel

.

Es wäre nichts aussergewöhnliches, wenn das Wirtschaftsministerium als Aufsichtsbehörde die Beschwerde der Dessauer Obermeister ignoriert. Schliesslich ist das niedersächsische Wirtschaftsministerium seit mindestens zwei Jahren darüber informiert, dass in Handwerkskammer Hildesheim ein illegaler Kammerpräsident agiert.

Für die Kammern gelten keine Gesetze. Nicht einmal ihre eigene Satzung wird respektiert. Gesetze und Handwerksordnung dienen lediglich dazu die Zwangsmitglieder zu erpressen.

.

Dessauer Handwerksgespräche – Zukunft des Handwerks

.

Umfrage: Mehrheit der Handwerker will den Kammerzwang nicht

.

LügenBetrügen – Täuschen – Vertuschen

.

Logo Handwerkskammer

.

Handwerkskammerpräsidenten: 40.000 EURO extra als “Aufwandsentschädigung” für´s Ehrenamt kassiert  v. 08.12.2012

Niedersachsen: Handwerkskammerpräsident rechnet 7,5 Stunden Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Beerdigung eigener Sekretärin ab…   v. 12.05.2013

.

Die HandwerksKammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützung und ohne Zwangsmitgliedschaft.

.


					
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

  • Tischlermeister Michael Pramann

  • Bells-Restaurant – Bad Neuenahr

  • Stefan A. Duphorn wer – zu – wem

  • Hier ist noch Platz für Ihr Firmenlogo!

    Hier ist noch Platz für Ihr Firmenlogo!
  • Gernot Weyrich

  • Haustür-Aktion Michael Pramann

%d Bloggern gefällt das: