Handwerkskammer-Syndikat wirbt für wegen Betrugs verurteilten „Baulöwen“ Schneider


Jürgen Schneider, der vielen Handwerksbetrieben insbesondere in Sachsen/Leipzig nicht nur schlaflose Nächte gebracht haben dürfte, ist sicherlich noch in vielen Köpfen der Handwerkskollegen ein Begriff.

Die Handwerkskammern haben sich nun offensichtlich zur Aufgabe gemacht, diesen Jürgen Schneider zum Aufstieg als Berater zu fördern.

Mehr als 5,5 Milliarden DM hatte sich Schneider mit meist frisierten Projekt-Unterlagen zusammengepumpt und in seine meist spektakulären Altbau-Sanierungen gesteckt.

Auch der offizielle Internetauftritt der Handwerkskammer-Syndikate, Handwerk.com, scheint Schneider „Aufbauhilfe“ leisten zu wollen. Die niedersächsischen Handwerkakammern berichteten sogleich auf der ersten Seite ihres von Zwangsgeldern finanzierten Propagandablättchens „NORDDEUTSCHES HANDWERK“ über den wegen Betrugs verurteilten ehemaligen „Baulöwen“ Jürgen Schneider. Hier wird auch ein Statement von Malermeister Jürgen Hauck aus Markranstädt in Sachsen veröffentlicht, dar auf telefonische Nachfrage von KAMMERSPARTAKUS doch ein wenig hörbar überrascht schien. Als ein „Freund“ der Handwerkskammern gab sich Hauck zudem nicht zu erkennen. Wie wohl mehr als der überwiegende Teil der Handwerkskammerschaft auch.

Baulöwe Schneider

Zur Erinnerung:
DER TAGESSPIEGEL am  22.12.1997

“ … Die Tage, als Herr Schneider verschwand und bald als dauerhaft abwesend angesehen werden mußte, sind heute längst verblaßt.IHK und Handwerkskammer hatten damals vorsorglich Notfalltelefone eingerichtet, weil zahlreiche Konkurse zu befürchten waren. …“

Die Handwerkskammer Leipzig hingegen hielt sich „bedeckt“ zu diesem Thema:

Doch nicht allen gefällt die neue Betätigung Schneiders. Dagmar Ehnert, die Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer zu Leipzig, sprach von einem “besonderen Geschmäckle”. Doch sie wiegelte gleich ab. Alle Akteure der Baubrabche würden Schneider kennen und die Kreditinstitute hätten aus den früheren Krisen gelernt. Vielen, was damals möglich war, sei nun nicht mehr möglich.

Die Industrie- und Handelskammer zu Leipzig übte sich in Diplomatie. Thomas Hofmann, der Hauptgeschäftsführer der IHK, sagte, dass zu einer Beratungstätigkeit Vertrauen gehöre und jeder selbst entscheiden müsse, wem er dies entgegen bringe. Ein Seitenhieb auf die schwerwiegenden Folgen der Pleite Schneiders für Betriebe in Leipzig, die für viele im Konkurs endeten.

Die Deutsche Bank, einstiger Hauptkreditgeber Schneiders, und der ostdeutsche Bankenverband hielten sich mit zurück. Sie nahmen nicht Stellung.

Stern.de  am 30.06.2007:

Auch mehr als 13 Jahre nach seiner Milliardenpleite entwickelt der vormalige Baulöwe aus dem hessischen Königstein eine eigentümliche Mischung aus Naivität und Größenwahn, wenn er auf „seine Häuser“ zu sprechen kommt, die ihm in Wahrheit nie gehört haben. Der Mann, der gleichermaßen geschickt kleine Handwerker ausgepresst und große Banker hereingelegt hat, trat vor exakt zehn Jahren in Frankfurt vor den Richter. …

Die rund 1000 Gläubiger blieben am Ende auf Forderungen von rund 2,4 Milliarden DM (1,23 Mrd. Euro) sitzen.

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Berliner Zeitung v. 14.04.1994

„… Sächsischen Baufirmen droht der Bankrott. … Sorgen macht er sich vor allem um die sächsischen Baufirmen, denen Schneider noch Geld, oft In Mlliionenhöhe, schuldet. Vielen droht der Bankrott.  Geschätzt wird, daß etwa 3 000 Arbeitsplätze gefährdet sind, aber Im Arbeitsamt ist man sicher, daß in der „Boomtown“ mindestens die Bauarbeiter wieder elnen Job finden werden. Noch Ist der Schaden nicht genau zu bezlffern. Er habe Jedoch, da sind slch Stadt, Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer sowie der sächsische Unternehmerverband sicher, keinesfalls eine Dimension, „die die wirtschaftllche Entwicklung Leipzlgs nachhaltig gefährden könnte“.

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DIE WELT  v. 20.05.1995

Auch das Handwerk meldete sich zu Wort: „Wir hoffen, daß geprüft wird, ob es noch irgendwo Gelder gibt, die für unbezahlte Handwerkerrechnungen verwendet werden können“, sagte ein Sprecher der Handwerkskammer Rhein-Main. In diesem Bezirk haben noch 27 Betriebe eine Gesamtforderung von 2 Mio. DM. Zwar hat die Deutsche Bank alle Rechnungen beglichen, soweit sie von ihr finanzierte Projekte betrafen. „Aber die anderen Banken haben trotz unserer Appelle nicht bezahlt“, klagte der Handwerksvertreter gestern. Insgesamt liege die Schadenssumme von hundert Betrieben allein aus Frankfurt, Wiesbaden und Leipzig bei über 13 Mio. DM.

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Lügen – Täuschen – Vertuschen

Logo Handwerkskammer

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Die HandwerksKammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützng und ohne Zwangsmitgliedschaft.

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