Handwerkskammer Reutlingen – Ärger wegen Beitragsrabatten


Mitgliedsfirmen hatten in den 1990er-Jahren auf intransparente Weise Vergünstigungen erhalten.

Die Zahlen waren schnell verlesen: Den Handwerkern im Bezirk geht es besser denn je, die Auftragsbücher sind voll, die Betriebe zu zwei Dritteln mehr als zufrieden. Und es gab mit 2100 Ausbildungsverträgen eine Steigerung um 2 Prozent. Allerdings wird die heutige Führung der Handwerkskammer Reutlingen von der Vergangenheit eingeholt.

Als „überaus kritisch berechnet“ bezeichnet Präsident Harald Herrmann Beitragsbescheide für rund 360 Betriebe in der Zeit zwischen 1990 und 2001. Die rund 13600 Mitglieds-Unternehmen im Kammerbezirk müssen allesamt Pflichtbeiträge für ihre Mitgliedschaft bezahlen. „Zwangsmitgliedschaft“ nennen das die Kritiker dieser gesetzlichen Regelung. Berechnet werden diese jährlichen Zahlungen zum Beispiel anhand der Betriebsgröße.

Doch es gab Unternehmen, die von der Handwerkskammer in besagtem Zeitraum recht ordentliche Rabatte bekamen. Und das alles wurde ganz offensichtlich „individuell“ mit der damaligen Spitze und den zuständigen Mitarbeitern besprochen – und verhandelt.

Das wurde ruchbar, „jetzt gibt es natürlich Rabatz“, fasst Herrmann diese Praxis zusammen. Zumal diese reduzierten Beiträge, in einem Fall waren es statt rund 1000 Euro nur 170 Euro, dann bis zum Jahr 2099 festgeschrieben wurden. „Ein Unding“, findet auch Hauptgeschäftsführer Joachim Eisert. Beide waren damals noch nicht im Amt, müssen nun aber ausputzen.

„Ihr müsst die Firmen alle gleichbehandeln“, habe ihnen das zuständige Wirtschaftsministerium des Landes ins Stammbuch geschrieben. Zumal viele der großzügigen „Rabatte“ in Form einer „Beitragsprivilegierung“ offensichtlich recht intransparent zustande gekommen waren. Was die betroffenen Betriebe freilich nicht störte.

Zwar kann es Beitragsvergünstigungen für Mitgliedsbetriebe sehr wohl geben, nur quasi frei verhandelbar nach Lust und Laune sind die nicht. „Nach Gesprächen mit dem Ministerium mussten wir das Geld rückwirkend wieder hereinholen“, so Herrmann. „Nachtragsveranschlagung“ nennt sich dieser Vorgang, der für böses Blut sorgt. Rund 200 Fälle sind noch anhängig. „Wir werden jetzt in engem Schulterschluss dafür sorgen, dass bald alles finanziell wieder in Ordnung gebracht wird“, versprach Joachim Eisert gestern im Pressegespräch.

Aufruf zum Boykott Handwerkskammer-Beitrag

„Auch mir ist da eine umfassende Transparenz wichtig“, beteuert Kammer-Präsident Herrmann. „Wir werden checken, welche Privilegien korrekt waren – und welche nicht.“ Damit gingen beide in die Hauptversammlung am Nachmittag, auf der sich ein Firmenchef bitterböse und schriftlich im Plenum beklagte. Er will keinen Cent nachzahlen.
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Quelle: Schwäbisches Tageblatt  – 20.07.2017

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Weg mit diesen Zwangsinstitutionen! Das schafft Freiheit, Motivation, Inotivation  und Arbeitsplätze!

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LügenBetrügenTäuschen – Vertuschen

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Handwerkskammerpräsidenten: 40.000 EURO extra als “Aufwandsentschädigung” für´s Ehrenamt kassiert  v. 08.12.2012

Niedersachsen: Handwerkskammerpräsident rechnet 7,5 Stunden Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Beerdigung eigener Sekretärin ab…   v. 12.05.2013

Niedersächsisches Wirtschaftsministerium – verfilzt, wie eh und je   v. 17.10.2013

Kammerbericht 2013 – 589 Millionen Subventionen für die Kammern  

Kammerbericht zum Download

Realität: Rassisten und Rechtsextremisten in den (Zwangs-) Kammern   v. 24.02.2014

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Die Handwerkskammern in BRD sind weder reformfähig, noch reformwillig. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Abschaffung dieser dubiosen Organisationen. Die „verknöcherten“ Köpfe“ fachgerecht „entsorgt“. Wer eine handwerksähnliche Organisation wünscht, bitte auf Freiwilligkeit und nicht auf Kosten von Zwangsmitgliedschaften und auf Kosten der Steuerzahler. Die Selbstverwaltung in BRD hat versagt!

Umgehende Forderung bis dahin:

Absolute Transparenz der Kammern, Offenlegung sämtlicher Gehälter, Rückführung der Kammeraufgaben auf die vom Gesetzgeber übertragenden Aufgaben – also keine Selbsbeweihräucherungsveranstaltungen, Gartenfeste mit lukullischer Bewirtung, etc. mehr – was zur Kostenreduzierung und Beitragsbefreiung führt, die Innungen selbst entscheiden lassen, ob sie sich weiter dem Joch der Handwerkskammern unterziehen wollen, denn in den Innungen wird die tatsächliche Ausbildungsarbeit geleitet, etc ….  Ohne Steuermittelunterstützung und ohne Zwangsmitgliedschaft.

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